Dienstag, 29. September 2009

"... von Gelsenkirchen lernen heisst siegen lernen"

Entdinglichung berichtet über verschiedene Wahlen – auch außerhalb der BRD – und schreibt zu den diesen Wahlen u.a.:

[…] Die MLPD hat 15.000 Stimmen und damit rund ein Drittel ihrer WählerInnen verloren und feiert sich. Der Grund für den Stimmenverlust ist vermutlich folgender:

„Sie [die MLPD] hat die Chance genutzt, in einem begeisternden Wahlkampf in tausenden von Einsätzen mit Ständen, Umzügen, Kundgebungen, Hausbesuchen, mit 40.000 Plakaten, 1,8 Millionen Wahlzeitungen und immerhin 6 Millionen Fernsehzuschauern beim Wahlspot von sich reden zu machen.“

Je bekannter die MLPD wird, desto geringer der Zuspruch zu ihrer Politik.

Und trotzdem kann man das alles schön schwätzen:

Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Guten Morgen!

Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Samstag, 26. September 2009

Es ist alles so schön bunt hier, ich kann mich gar nicht entscheiden

DGSch macht sich in "Theorie als Praxis" die Mühe, eine Übersicht über die "linken" Parteien, Zirkel usw. die zur Bundestagswahl kandidieren aufzustellen. Die so beurteilten werden sicher kaum mit der Einschätzung zufrieden sein, sofern sie diese überhaupt wahrnehmen. Aber warum die  Konsequenz, bei aller Kritik die "Linke" zu wählen? Warum nicht irgendeine der Kleinparteien, mit denen man auch nicht zufrieden ist oder vielleicht doch und denen man nur die Stimme nicht geben soll, weil die dann verschenkt sei?

Jutta Ditfurth beispielsweise ruft dazu auf, ungültig zu wählen. Es gäbe keine wählbare relevante linke Partei und die "Linke" habe die Ideale der Linken verraten. Zum Beispiel in Berlin. Zum Beispiel durch Abrücken vom sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan. Der Parteivorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, machte am Mittwoch in der Sächsischen Zeitung deutlich, dass die Forderung nach einem "sofortigen Abzug" der Bundeswehr aus Afghanistan nicht wörtlich zu verstehen sei. "Sofort heißt natürlich nicht kopflos", sagte er. "Das Parlament müsste entscheiden, dann müsste die Regierung mit den Partnern über die Modalitäten des Abzugs verhandeln." Ok.

Ungültig wählen sagt zumindest in der Theorie aus, daß man mit dem Angebot nicht einig ist. Aber warum überhaupt wählen? Nicht wählen gehen sagt offensichtlich aus, dass man mit dem bürgerlichen, dem proletarischen dem sonstwasfüreinem Parlamentarismus nicht einverstanden ist. Dass man sich nicht vor diesen Karren spannen lässt.
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Freitag, 25. September 2009

Wählt ungültig! - Warum und wie?

I. WARUM ungültig wählen?

Wir haben am Sonntag keine Wahl. Es ist keine Partei im Angebot, die wenigstens dazu beitrüge, diese Gesellschaft zu humanisieren und das Leben der Menschen grundsätzlich ein wenig zu erleichtern. Es steht erst recht keine Partei zur Wahl, die ernsthaft die Abschaffung des Kapitalismus betreibt oder dies Vorhaben wenigstens unterstützt. Im Angebot steht ein bürgerlicher Parteienblock aus CDU/CSU/FDP/Grüne und eine sich selbst links nennende Partei, die nichts sehnsüchtiger will, als genau zu diesem Block zu gehören.

Der Kapitalismus hat keine Krise, er ist die Krise des einzigen Lebens von Milliarden Menschen. Er mordet und versklavt. Er vernichtet die Natur, die wir Menschen für ein gesundes Leben brauchen. Polkappen schmelzen, die Tundra wird zur Giftfabrik, das Klima kippt, leerer und leere gefischte Meere verrotten an Gifteinleitungen, Erwärmung und Abfallwellen, ein Wüstenband umschlingt die halbe Erde. Unvorstellbar viele Menschen hungern, werden krank, siechen dahin, sterben. Auch in den Zentren des Kapitalismus wachsen die Ghettos.

Als Anfang 2009 hundertausende LeiharbeiterInnen gefeuert wurden, gab es keine gewerkschaftlichen Solidaritätsaktionen und keine wilden Streiks. Nach den Wahlen wird es Millionen neue Arbeitslose geben - völlig egal wer regiert. Die staatstragenden Parteien, egal welcher Farbe, haben nur die »Macht« dem Kapital unser Geld in den Rachen zu schieben, sie haben nicht die Macht, den Kapitalismus aufzuhalten oder ihn wirksam zu »regulieren«.

Wer in Deutschland regieren will, muss zuvor Kapitalismus und Nato akzeptiert haben. Und damit die Grundlage des Massakers an Mensch und Natur.

Es gibt nur zwei Quellen des Reichtums, den Arbeiter (die Arbeiterin) und die Erde, die Naturressourcen. Der Kapitalismus trachtet darauf, auch da hat Marx recht, sich den Menschen und die Natur möglichst billig zu unterwerfen und zerstört dabei beide. Dass die Verwertungsbedingungen des Kapitalismus in einzelnen Ländern unterschiedlich sind, hat mit der jeweiligen Geschichte und dem Stand der Klassenkämpfe zu tun. Ich erinnere an den Multimilliardär Warren E. Buffett, der zwei Jahre vor Beginn der Weltwirtschaftskrise zur New York Times sagte: »Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.« Er meinte damit den kapitalistischen Normalzustand vor der Krise.

Es ist also keine Frage, ob wir den Klassenkampf wollen, wie dümmere Leute unterstellen, denn der findet ganz ohne unser Zutun statt, wenn wir uns nicht wehren, dann eben nur von oben nach unten.

Wir leben im Auge des Hurrikans, überflutet von Müllinformationen. Unsere TV-Nachrichten zeigen zweiköpfige Kälber in Thailand, Busunfälle, rote Teppiche, Limousinen und händeschüttelnde Politiker. Sie zeigen uns selten die Folgen deutscher Außen- und »Entwicklungs«politik und nie wird uns erklärt, was deutsches Kapital in aller Welt verbricht. Ich sehe von meinem Schreibtisch auf die beiden Türme der Deutschen Bank in Frankfurt/Main. Die Bundeskanzlerin richtete Herrn Ackermann ein Geburtstagsessen aus, alle PolitikerInnen in Frankfurt/Main sind geschmeichelt, wenn Deutschbanker mit ihnen parlieren. Was z.B. die Deutsche Bank direkt und indirekt (über Verflechtungen) in aller Welt verbricht, interessiert sie nicht. Wer hat hier schon davon gehört, dass die Deutsche Bank, nicht in der »Dritten Welt«, sondern in Cleveland/Ohio (USA), 7000 Häuser hat zwangsräumen lassen und das Schicksal von zehntausenden Vertriebenen, größtenteils Afroamerikanerinnen, weitgehend unbekannt ist?

Wer glaubt, dass CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE/Linkspartei uns vor dem Kapital schützen, hat nicht verstanden wo er - oder sie - lebt. Der Staat ist der Staat des Kapitals. Im Kommunistischen Manifest von Marx und Engels heißt es: »Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisieklasse verwaltet.«

Wenn es Konflikte unter staatstragenden Parteien, also im geschäftsführenden Ausschuss des Kapitals gibt, dann wesentlich aus zwei Gründen:

1. weil sie unterschiedlichen Fraktionen des Kapitals nahe stehen (Energiewirtschaft oder Autoindustrie oder Chemiekapital z.B.),

2. weil sie Konflikte inszenieren, um den WählerInnen ihre Unverwechselbarkeit vorzutäuschen.

Der Staat im Kapitalismus muss eine soziale Ordnung herstellen, die das kapitalistische System stabil hält. Das heißt, er muss mögliche Klassenkämpfe der Lohnabhängigen befrieden, und er muss die Infrastruktur für das Kapital bereitstellen. Ohne Widerstand, ohne Arbeiterbewegung, Frauenbewegung, Ökologiebewegung, Bürgerrechts- und Antikriegsbewegung gäbe es kein einziges der sozialen und demokratischen Rechte, die wir heute härter denn je zu verteidigen haben.

Der eine oder andere Diskutant hat empfohlen, die Linkspartei »trotzdem« zu wählen. Damit sie sich in der Regierung entlarve, sagt der eine, weil sie doch noch nicht so schlimm sei wie die anderen«, behauptet der nächste. Ist das so? Nein, Die Linkspartei ist in mancher Beziehung sogar schlimmer, weil sie vortäuscht, auf Seiten der Schwachen zu stehen, während sie da, wo sie mitregieren darf, demütigende und zynische Elendsverwaltung, Sozialabbau und Naturzerstörung betreibt.

Wenn es also darum geht, »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist« (Marx) ist die herrschende Ordnung zu erschüttern und wir haben besseres zu tun als ausgerechnet unsere Gegner in Ämter und Mandate zu hieven.

Ich bin keine grundsätzliche Nichtwählerin. Manchmal gibt es auch für Linke was zu wählen.

Diesmal nicht.

 

II. WIE ungültig wählen?

Kann/darf man überhaupt ungültig wählen?

Ja, klar. Und nähme man uns dieses Recht, würden wir es uns zurückholen. Wir dürfen ungültig wählen, auch wenn es - um uns davon abzuhalten -, kein Kästchen auf dem Wahlzettel dafür gibt, das wir ankreuzen könnten. Beim elektronischen Wählen allerdings gibt es diese Möglichkeit, sonst wäre der Zettel rechtswidrig.

Der papierne Wahlzettel allerdings spiegelt Euer Recht, ungültig zu wählen nicht wieder: Es gibt kein Kästchen »ungültig« anzukreuzen. Das müsst Ihr selbst machen! Begründungen und Parolen auf den Wahlzettel zu schreiben nützt nichts, die liest allenfalls ein Wahlhelfer im örtlichen Wahllokal, sonst niemand.

Wie wählt mensch ungültig?

Kurzfassung:

Mache in der Wahlkabine ein großes Kreuz (am besten mit Kugelschreiber) über den gesamten Wahlzettel (siehe Abbildung).

Langfassung:

Man geht mit der Wahlbenachrichtigung und dem Personalausweise oder Pass am 27.9. zum Wahllokal. Hat man keine Wahlbenachrichtigungskarte bekommen, erkundigt man sich beim örtlichen Wahlamt, ob man auf der Wählerliste steht. Oder man geht einfach am Wahltag nur mit dem Ausweis in das zutreffende Wahllokal (notfalls wissen Deine NachbarInnen welches das ist), zeigt den Ausweis vor und die WahlhelferInnen suchen Dich in der Liste. Dann bekommst Du den Stimmzettel, gehst in die Wahlkabine.

Mache mit einem Kugelschreiber ein großes Kreuz über den ganzen Wahlzettel. Steck den Wahlzettel in den Umschlag, den Du bekommen hast und wirf ihn ein. Das war's.

Was ist der Effekt?

  • Du hast keine Partei unterstützt, die vor dem Kapitalismus in die Knie geht und nach der Wahl behauptet, sie meine es zwar links, aber leider sei sie durch »Sachzwänge« genötigt, nun doch Lohnraub, Kürzung von Sozialleistungen aller Art, Abschiebungen, Naturvernichtung, Demütigungen und Ausbeutung und z.B. den Krieg in Afghanistan zu unterstützen.
  • Du hast protestiert und klar gemacht, dass Du das schon vorher gewusst hast und dass das Angebot an Parteien zu schlecht war, um eines davon auszuwählen.
  • Reine Bequemlichkeit kann Dir nicht unterstellt werden (falls Dir das wichtig ist), denn Du bist ja in die Wahlkabine gegangen.
  • Ungültige Stimmen werden in der amtlichen Wahlstatistik aufgeführt.

Hinweise:

Zur Diskussion: Jutta Ditfurth Zeit des Zorns. Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft. München: Droemer Verlag 2009, 272 S., 16,95 Euro

Der ungekürzte und unveränderte Blog-Text darf unter folgenden Auflagen nachgedruckt werden:

1. Direktlink zu: http://blog.prinz.de/wahl09/

2. Direktlink zu: www.jutta-ditfurth.de 

Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Donnerstag, 24. September 2009

Freiheit für Mumia!

Mumia vor dem Urteil
1981 wird Mumia Abu Jamal verwundet festgenommen, der Vorwurf lautet er hätte einen Polizisten ermordet, welcher sich in einem Handgemenge mit Mumias ebenfalls anwesendem Bruder befand.
Der Fall Mumia Abu Jamal beginnt jedoch schon früher. Seit 1968 engagierte er sich in der Black Panther Party. Er nahm journalistische Tätigkeiten auf, unterstütze die MOVE-Gruppe.
Sein gesamtes Leben in Philadelphia war geprägt durch rassistische Angriffe und Schikanen.
Natürlich thematisierte er diesen Rassismus und die abartigen Lebensumstände für Afroamerikaner in seinen Arbeiten.
Diese Unbequemlichkeit war der Polizei durchaus bekannt, selbst wenn Mumia als friedlich galt wurde er von der Polizei als Gefährdung für die Innere Sicherheit der USA eingestuft.

Todesurteil und juristischer Kampf

Der erste Prozess nach seiner Verhaftung, war geprägt von erpressten Zeugenaussagen (das ist heute bestätigt und bekannt, jedoch nicht mehr relevant da das Urteil trotzdem gültig ist!). Zu dem war es ein durchweg rassistischer Prozess (z.B. ein Eingriff in die Auswahl der Jury, sowie einem rassistischen Richter usw.) Mumia wurde im Juni 1982 zum Tode verurteilt. Es folgte eine scheinbar endlose Reise durch sämtliche Instanzen, ohne Erfolg. Das Urteil wurde bestätigt Mumias Anträge auf Überprüfung abgelehnt.

Free-Mumia-Solidaritätswelle

1995 und 1999 stand die Ermordung Mumias durch die Justiz kurzbevor, seine Anwälte retteten ihn jeweils durch eine juristische „Lücke“, begleitet von weltweiten Solidaritätsbekundungen und Widerstandsaktivitäten das Leben. Mumia ist auch in seiner Haft weiterhin aktiv, er sendet Radiobeiträge, schreibt für Zeitungen und lässt Redebeiträge verlesen. Er setzt sich erfolgreich für andere Todeszellenhäftlinge ein, einigen wurden auf Grund seiner Verteidigung die Unschuld zu gesprochen usw.

Mumia heute

2009 hat sich die Lage wieder dramatisch verschlechtert, Mumia steht in dem Begriff womöglich noch diesen Herbst hingerichtet werden.
Mumia Abu Jamal wurde allein deswegen zum Tode verurteilt und nun seit über 27 Jahren weggesperrt weil er Afroamerikaner, ein kritischer Journalist und politischer Aktivist ist.
Jetzt ist es wichtig die internationale Freiheitsbewegung der 90er wieder aufleben zu lassen, zu vergrößern und damit Mumia zu zeigen dass er unvergessen bleibt und wir keinen politischen Mord zu lassen werde.
Informiert euch und andere über den Fall!
Bekennt euch offen solidarisch zu Mumia und anderen Gefangenen!
Beteiligt euch an Protestvorbereitungen auf lokaler Ebene!
Tragt euch in die virtuellen Notfalllisten ein und lasst und am Tag X die Ermordung verhindern!

Für die sofortige Abschaffung der Todesstrafe weltweit und die Freilassung sämtlicher politischer Gefangenen!

aktuellste Infos & Termine für die Mumia-Infotour gibts immer hier

via solidab
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Mittwoch, 23. September 2009

Hamburg: Autonomer-Kongress am 26.09.2009

Selbstverständnis, Stand und Perspektiven der autonomen Bewegung im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang

Du/ihr seid aufgefordert, den Kongress mitzugestalten. In den einzelnen Themenschwerpunkten werden verschiedene 5 bis 10 minütige Impulse in Form von prägnanten Referaten, einfühlsamen Theaterstücken, einschlägigen Praxisbeispielen oder provokanten Thesen die Diskussionen anregen.
Sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen können einen Input vorbereiten, der sich am Schwerpunkt oder einem Thema innerhalb des Schwerpunktes orientiert sowie den o.g. Leitsatz des Kongresses berücksichtigt.

Themenschwerpunkt I: Der Begriff Autonomie / das Label autonom
Aus welchen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und politischen Handlungsnotwendigkeiten hat sich der Begriff Autonomie entwickelt? Ist er zu einem Label oder zu einem Mythos geworden, der lediglich noch auf äußere Erscheinungsbilder (Randale, Klamotten, …) beruht?
Sind die Autonomen zu einer selbstbezogenen und selbstgenügsamen Sekte geworden, die von Außen nicht mehr greifbar und kritisierbar ist und sich deshalb der gesellschaftlichen Auseinandersetzung entzieht und somit auch in diese nicht mehr verändernd eingreifen kann. Ist der Begriff „Autonomie“ für die heutige politische/kulturelle Situation noch hilfreich? Wie setzten verschiedene politische Schwerpunkte (wie anti-Ra, anti-Fa, anti-Sexismus, anti-AKW, …) diesen Begriff in ihren praktischen Kämpfen um?
„Autonomie“ als Kommunikations- und Kampfbegriff, Autonomie als gesellschaftliche Utopie. Selbstbestimmung und Kollektivität als dialektische Einheit. Denn Selbstbestimmung kann nur als Kollektiv statt finden und Kollektivität nur mit selbstbestimmten Menschen.
Freitagabend, 20:00 h

Themenschwerpunkt II: Struktur, Bündnisse, Vernetzung und Organisierung
Was verbindet uns und auf welcher theoretischen sowie praktischen Basis arbeiten wir in unseren Kleingruppen, in unseren Städten, bundesweit oder international zusammen? Gibt es eine gemeinsame autonome Bestimmung?
Unter welchen Kriterien gehen wir Bündnisse ein und um welchen Preis?
Brauchen wir eine Organisierung und wenn ja, welche Form von Organisierung muss das sein, um eine revolutionäre Kraft darzustellen? Was müssen und können wir an unseren gemeinsamen Strukturen ändern, um politisches Gewicht zu erlangen?
Samstag, 10-13 h

Themenschwerpunkt III: Alltagspraxis, interne Machtverhältnisse, Kommunikation
Themensschwerpunkt geht um unseren Umgang untereinander, unter bezug auf Machtverhältnisse und unterschiedlichste Unterdrückungsverhältnisse. Dabei deckt er auch die verschiedenen bekannten –ismen ab.
Außerdem fragen wir uns, wie unsere eigene Kommunikation untereinander aussieht und wie diese geprägt ist. Ob durch vorgegebene Rollen und deren Zuschreibungen oder durch einen offenen Umgang untereinander, der Annäherung erlaubt und diese auch wünscht.
Schließlich soll es auch drum gehen, wie eine selbstbezogene Abtrennung der eigenen Lebensverhältnisse und Alltagsauseinandersetzungen vom radikalen Kollektiven handeln überwunden werden kann.
Samstag, 14-17 h

Themenschwerpunkt IV: Aktionsformen, Widerstand, Medien
Aktionsformen sollen unsere Inhalte und unseren Widerstand nach außen vermitteln. Entspricht das der Wirklichkeit? Wie sollten wir Militanz verantwortungsvoll einsetzen und perspektivisch ausbauen? Welche Bilanz können / sollen wir aus den gemachten Erfahrungen ziehen? Wie wollen wir mit der medialen Wiedergabe und den Reaktionen auf unsere Aktionsformen umgehen? Welche Rolle(n) spielen unsere eigenen Medien (nicht nur das Internet)? Wie, wo und warum könnten zufünftige Aktionsformen neu gestaltet oder weiter entwickelt werden?
Samstag, 18-21

Zusammentragung, Auswertung, Ausblick
Sonntag, 10 h

Mitmachen

Die Inputs werden soweit möglich, vorher im Internetblog veröffentlicht und auch schriftlich auf dem Kongress ausliegen. Bitte schickt uns eure Inputs, damit wir die Schwerpunkte besser koordinieren können.
E-Mail für die Anmeldung von Inputs: autonomer-input@nadir.org
Postadresse: Autonom-Kongress-Vorbereitung, Schwarzmarkt, Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg

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Dienstag, 22. September 2009

Frankfurt: Ausstellung "Licht und Schatten des Alltags" 9.10.2009 bis 5.11.2009

Licht und SchattenLicht und Schatten des Alltags - Ausstellung des Bundesverbands Arbeiterfotografie

9.10.2009 bis 5.11.2009
Politik-Kultur-Kneipe des Club Voltaire, 60313 Frankfurt/Main, Kleine Hochstraße 5

Eröffnung: fr 9.10.2009 (im Rahmen des Hip-Hop- und Gesprächsabends)
Öffnungszeiten entsprechend den Kneipen-Öffnungszeiten:
mo-sa 18:00-1:00 Uhr, so 18:00-0:00 Uhr

"Denn die einen sind im Dunkeln. Und die andern sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht." (Bertolt Brecht)

In diesem Sinne hat der Bundesverband Arbeiterfotografie aufgerufen, 'Licht und Schatten des Alltags' in Bilder zu fassen. 30 Fotografinnen und Fotografen aus dem Verband und seinem engagierten Umfeld haben sich an dem Projekt beteiligt. Ein Querschnitt ist in der Ausstellung zusammengefaßt. Dem Selbstverständlichen neue Ansichten und Einsichten abzugewinnen - darum geht es - und durch die Darstellung des Alltäglichen einen Kontrast zu den üblichen Bildern der Massenmedien entstehen zu lassen. Alltag ist nicht langweilig. In ihm kommen immer die vielfältigen Hoffnungen und Wünsche, Sorgen und Nöte der Menschen zum Ausdruck.

Fotos von: Uwe Pohlitz, Leo Wymeersch, Peter Werner, David A. Eliasson, Anneliese Fikentscher, Senne Glanschneider, Walter Jansegers, Heino Pflaum, Georg Szabo, Marco Kral, Hans-Dieter Hey, Mathias Wagner, Andreas Neumann, Thomas Trueten, David Schommer, Hans-Peter Möller, Larissa Monke, Ivonne Bolte, Matthias Wenzel, Barbara Harsch, Susanna Heider, Michael Forduhn, Jakob Silbermann, Frantisek Matous, Ellen Katterbach, Monika Höppner, Reinhold Egon Gröger, Gisela Blomberg, Roland Wanitschka und Horst Sturm...
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Sonntag, 20. September 2009

Repression ins Leere laufen lassen - Solidarität aufbauen

Das Offene Antifaschistische Bündnis Kirchheim (oab-k), veranstaltet am Samstag den 26.09.2009 ein Konzert unter dem Motto "Repression ins Leere laufen lassen - Solidarität aufbauen", als Abschluss einer Aktionswoche gegen Repression und staatliche Gewalt.

Es spielen die Bands: P-nizz Piraten (Punkrock), Lea Won (Rap), Soundition (Reggae/Ska) und Straight Corner)

Neben dem Konzert, wird es bei der Aktionswoche eine Informationsveranstaltung zum Thema Repression am Mittwoch den 23.09. um 19:00 im Jugendhaus Linde und einen Infotisch am Montag den 21.09. geben.

Der Anlass, diese Aktionswoche durchzuführen, ist leider sehr aktuell: Seit einiger Zeit häufen sich die Aktivitäten des Staatsschutzes, mit denen versucht wird politische AktivistInnen einzuschüchtern und sie an ihrem politischen Handeln zu hindern.

Seit Februar gab es in Kirchheim/Teck mehrere Hausbesuche von Seiten des Staatsschutzes bei vermeintlich politisch aktiven Leuten, eine Person wurde von zwei Polizisten in der Schule abgeholt und mit Handschellen abgeführt. Der Höhepunkt war dann eine Hausdurchsuchung bei einem Jugendlichen Anfang Juli diesen Jahres.

Mit der Aktionswoche soll ein Zeichen gegen diese Schikanen gesetzt werden.
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Samstag, 19. September 2009

Geh' nicht hin!

So ein Dreck, so tun, als ob und dann den Rückzieher machen:



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