Erkenntnistheoretisches

Donnerstag, 22. September 2011

Die Bedeutung von "mehr als 100%..."

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, aus dem amerikanischen ins deutsche zu übersetzen und dabei mal eine kleine Analyse dessen zu präsentieren, was es bedeutet, wenn Menschen in Besprechungen und Meetings darüber stöhnen, sie würden am Arbeitsplatz "mehr als 100 Prozent" geben. Denn rein mathematisch und physisch ist es nicht möglich, mehr als eine volle Leistung zu geben, die ja 100 Prozent bedeutet.

Doch wir können, so ist es eben in der Mathematik, das Ganze mathematisch aufdröseln und kommen zu einem erstaunlichen Ergebnis:

Geben wir den Buchstaben des deutschen Alphabets Zahlen in ihrer richtigen Reihenfolge, so ergeben sich für den Buchstaben A = 1, B = 2, C = 3 usw. bis Z = 26.

Das sieht dann in Reihe so aus:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26

Setzen wir nun die unter Kollegen und Vorgesetzen gern genutzten einfachen Worte in Zahlen um und addieren diese, dann kommen wir zu folgenden prozentualen Arbeitsleistungen:

A - R - B - E - I - T - E -

1 + 18 + 2 + 5 + 9 + 20 + 5 + 14 = 74 Prozent

Erstaunlich, nicht wahr? Allein nur Arbeiten reicht also nicht aus!

W- I - S - S - E -

23 + 9 + 19 + 19 + 5 + 14 = 79 Prozent

Auch Wissen allein scheint nicht auszureichen, um mehr als 100 Prozent zu geben.

H - A - L - T - U - N - G

8 + 1 + 12 + 20 + 21 + 14 + 7 = 83 Prozent

Die Haltung zur Arbeit hat da schon deutlich mehr Punkte vorzuweisen, doch auch sie reicht nicht aus, um das Alibi für weniger Arbeit zu erschaffen.

Und hier haben wir sie, die wahre Bedeutung dessen, was es bedeutet, mehr als 100 Prozent zu geben:

S - C - H - L - E - I - M - E -

19 + 3 + 8 + 12 + 5 + 9 + 20 + 5 + 21 = 102 Prozent

Wobei das nun doch noch getoppt werden kann, nämlich von den Kollegen, die es auf knapp 130 Prozent "Arbeitsleistung" schaffen:

A - R - S - C - H - K - R - I - E - C - H - E -

1 + 18 + 19 + 3 + 8 + 11 + 18 + 9 + 5 + 3 + 8 + 5 + 21 = 129 Prozent

In der nächsten Besprechung könnt Ihr Euch also nun entspannt zurücklehnen und Euch eins Grinsen, wenn der Kollege neben Euch wieder einmal über seine "mehr als 100 Prozent geben" spricht.

Ihr wisst nun, was er damit meint...
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Donnerstag, 10. März 2011

Der "deutsche" Sozialismus

„Das Gewand, gewirkt aus spekulativem Spinnweb, überstickt mit schöngeistigen Redeblumen, durchtränkt von liebesschwülem Gemütstau, dies überschwengliche Gewand, worin die deutschen Sozialisten ihre paar knöchernen ‚ewigen Wahrheiten‘ einhüllten, vermehrte nur den Absatz ihrer Ware bei diesem Publikum. Seinerseits erkannte der deutsche Sozialismus immer mehr seinen Beruf, der hochtrabende Vertreter dieser Pfahlbürgerschaft zu sein.
Er proklamierte die deutsche Nation als die normale Nation und den deutschen Spießbürger [78] als den Normalmenschen. Er gab jeder Niederträchtigkeit desselben einen verborgenen, höheren, sozialistischen Sinn, worin sie ihr Gegenteil bedeutete. (…) Mit sehr wenigen Ausnahmen gehört alles, was in Deutschland von angeblich sozialistischen und kommunistischen Schriften zirkuliert, in den Bereich dieser schmutzigen, entnervenden Literatur“

(Quelle)

Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

SCHWEIN SEIN

Passend. Die "Prinzen":

Ich war immer freundlich, lieb und nett,
kriegte nie irgend 'ne Frau ins Bett.
Und dann auf Macho, cool und arrogant,
plötzlich kamen sie angerannt.

Und wieder seh' ich wie's im Leben läuft,
wer hart ist, laut und sich besäuft,
kommt bei den Frauen besser an,
wer will schon 'nen lieben Mann?

Daraus ziehst du Konsequenzen
und du schaltest um auf schlecht,
die Welt ist ein Gerichtssaal
und die Bösen kriegen Recht.

Du musst ein Schwein sein in dieser Welt
  Schwein sein
Du musst gemein sein in dieser Welt
  Gemein sein
Denn willst du ehrlich durchs Leben geh'n
  Ehrlich
Kriegst 'nen Arschtritt als danke schön
  Gefährlich

Weil ich weiß, dass ich's mir leisten kann,
stell' ich mich überall vorne an
und ist einer sanft und schwach
hör' mal wie ich drüber lach.
Bei den freundlichen Kollegen
halt ich voll dagegen,
obwohl mich keiner mag,
sitz ich bald im Bundestag.*

Du musst ein Schwein sein...
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Montag, 24. Mai 2010

'Neuer Anarchismus' in den USA. Seattle und die Folgen

Die Proteste gegen das Treffen der Welthandelsorganisation in Seattle 1999 übten wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung gegenwärtiger US-amerikanischer Widerstandskultur aus. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Entwicklung ist das Wiedererstarken einer anarchistischen Bewegung, die heute zu einem großen Teil die politische Dissidenz des Landes definiert. Der vorliegende Band präsentiert diese Bewegung anhand neunzehn individuell eingeleiteter und kommentierter Texte. Die Texte verbinden die Präsentation einflussreicher AutorInnen (Lorenzo Komboa Ervin, David Graeber, John Zerzan, Starhawk, Ward Churchill), Kollektive (CrimethInc., NEFAC, ALF/ELF) und Konzepte (Black Anarchism, Primitivismus, post-linke Anarchie, Postanarchismus, Freeganism) mit Darstellungen anarchistischer Alltagskultur (Evasion, Sascha Scatters Nachruf auf Brad Will) sowie Diskussionen um die Renaissance des Schwarzen Blocks (ACME-Kollektiv), Machoattitüden innerhalb der anarchistischen Szene (Rock-Bloc-Kollektiv), Segregationsprobleme sozialer Bewegungen (Elizabeth Martinez) und anarchistische Ökonomie (Michael Albert). Ein allgemeiner Einführungstext zur Geschichte des Anarchismus in den USA eröffnet den Band.


Käuflich zu erwerben bei Unrast.


ISBN: 978-3-89771-474-8
Ausstattung: br., 304 Seiten
Preis: 16.80 Euro
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Rolle der Stuttgarter Zeitungen bei der Pro - S21 Propaganda

Wer sich über die beinahe gleichgeschaltete Presseberichterstattung zu Stuttgart 21 wundert, vergegenwärtige sich bitte folgende Tatsachen:

"(...) Fast alle Abo-Zeitungen im Großraum Stuttgart gehören zu dem Pressekonzern SWMH (SüdWest Deutsche Medienholding): S-Zeitung, S-Nachrichten, S-Wochenblatt, Sonntag Aktuell, Cannstatter, Untertürkheimer, Eßlinger, Fellbacher, Marbacher, Backnanger, Kornwestheimer, Waiblinger, Leonberger sowie Hitradio Antenne 1. Dies soll auch keine Kritik sein. Aufgrund des enormen Kostendrucks gibt es immer weniger Verleger – und das in ganz Deutschland. Bei der SWMH kommt noch ein erhöhter Kostendruck durch den Aufkauf der Süddeutschen Zeitung hinzu. Mitarbeiter wurden bzw. werden freigesetzt. Eine „Stadtzeitung“ tut sich natürlich schwer, gegen die Stadt zu schreiben, insbesondere wenn es Querverbindungen zwischen dem Oberbürgermeister und dem Chef der SWMH Dr. Richard Rebmann gibt. Auffällig ist, dass bestimmte Redakteure ausschließlich positiv über Stuttgart 21 berichten und die gleichen Parolen absetzen wie die Stuttgart 21 Werbeagentur. So zum Beispiel Jörg Hamann, Leiter des Lokalressorts der S-Nachrichten: 2.4.09: „Stuttgart 21 ist ab heute unumkehrbar“, 11.12.09: „Stuttgart 21 ist unumkehrbar“, usw. (...)"

Ich finde aber schon, dass das eine Kritik sein soll. Und hier in Berlin klappt die S-Bahn bald völlig zusammen...
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Montag, 14. Dezember 2009

Klimagipfel: Vorabfassung der Abschlussresolution

Durch eine Indiskretion sind die Ergebnisse des Kopenhagener Klimagipfels vorab bekannt geworden. Ich präsentiere sie hiermit der interessierten Öffentlichkeit:

1. bla bla blabla bla blabla  bla bla blabla bla blabla bla

bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla

2. bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla bla bla
blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla

3. bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla

bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla

4. bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla

bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabbla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
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bla bla blabla bla blabla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
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bla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
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bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla blabla bla bla
bla bla blabla bla blabla bla blabla bla blablabla

5. bla bla blabla bla blabla
Bla.
Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Montag, 12. Oktober 2009

Die HWP ist wieder da! AStA-Wahlen im Dezember

Die ehemalige Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik ist aus der 1948 gegründeten Akademie für Gemeinwirtschaft hervorgegangen, die von
Gewerkschafter_innen, Genossenschafter_innen und Sozialdemokrat_innen initiiert wurde.

Die HWP stand und steht für den offenen Hochschulzugang. Vierzig Prozent ihrer Student_innen haben kein Abitur und sind über dieAufnahmeprüfung an die Universität gekommen. ...

Strukturen Schaffen, Bildungsblockaden einreißen!
Weitere Infos gibt es bei Chris und in diesem Flyer.

Zur Geschichte der HWP [Wikipedia].

Via redblog
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Dienstag, 29. September 2009

"... von Gelsenkirchen lernen heisst siegen lernen"

Entdinglichung berichtet über verschiedene Wahlen – auch außerhalb der BRD – und schreibt zu den diesen Wahlen u.a.:

[…] Die MLPD hat 15.000 Stimmen und damit rund ein Drittel ihrer WählerInnen verloren und feiert sich. Der Grund für den Stimmenverlust ist vermutlich folgender:

„Sie [die MLPD] hat die Chance genutzt, in einem begeisternden Wahlkampf in tausenden von Einsätzen mit Ständen, Umzügen, Kundgebungen, Hausbesuchen, mit 40.000 Plakaten, 1,8 Millionen Wahlzeitungen und immerhin 6 Millionen Fernsehzuschauern beim Wahlspot von sich reden zu machen.“

Je bekannter die MLPD wird, desto geringer der Zuspruch zu ihrer Politik.

Und trotzdem kann man das alles schön schwätzen:

Macht euch bereit für die Notfallproteste! Macht euch bereit für die Notfallproteste!

Montag, 31. August 2009

Was steht hinter der „Grünen Welle“ im Iran?

Seit dem putschartigen Wahlbetrug zugunsten des erzkonservativen Fundamentalisten Mahmood Ahmadinedschad geht es im Iran drunter und drüber. Eine Freiheitsbewegung hat sich erhoben, um gegen die illegitimen Machtverhältnisse binnen der islamischen Republik anzukämpfen. Interessant ist zunächst eine Autopsie dieser Bewegung. Welche gesellschaftlichen Schichten sind darin vertreten? Ein Blick auf die aktuellste Alterspyramide gibt schon viel her. Demnach sind 70 % der Bevölkerung im Iran nicht älter als 35 Jahre alt. Dass diese Bewegung, vor allem in ihrer Anfangsphase, größtenteils von der Dynamik der jungen Menschen getragen wird, bestätigen auch die Listen der Vermissten, Verhafteten und Getöteten. Was aus den zahlreichen Amateuraufnahmen – den einzigen Quellen aus dem Kommunikationsfriedhof Iran – weiterhin heraussticht, ist die Tatsache, dass unabhängig vom Wohl -  und Bildungsstand Menschen aus allen Kreisen bei den Protesten vertreten sind.

Ein Blick auf die Verhältnisse vor der Präsidentschaftswahl hilft, die aktuellen Ereignisse besser zu greifen. In der Ära Ahmadinedschad häufte sich eine wirtschaftliche Misere, wie z.B. die Inflation oder die immer noch hohe Arbeitslosigkeit, neben die andere. Begünstigt wurde dies durch Ahmadinedschads Kuschelpolitik, in welche er sämtliche Freunde und Verwandte als nette Geste mit bedeutenden Ministerposten beglückte. Seine aggressive, teilweise schwer ernst zu nehmende diplomatische Einstellung verursachte zudem zunehmende außenpolitische Isolation. Hinzu kommt die steigende soziale Unzufriedenheit innerhalb des Irans, der Hauptfaktor und Auslöser des ganzen Prozesses. Am auffälligsten waren dabei die erhöhte Anzahl von Polizei- sowie Milizenkräften und eine damit steigende Alltagsrepression. In diesem Rahmen verstärkte der paranoide Alt- und Neupräsident präventiv die Überwachung an iranischen Hochschulen enorm. Er ließ Unis verschärfter gegen DissidentInnen vorgehen, um soziale Unruhen, welche seinem Erachten nach ausschließlich durch StudentInnen angezettelt werden, schon im Keim zu ersticken. Als Antwort darauf sind die sozialen Bewegungen erstarkt, da die politischen, sowieso sehr zerbröselten StudentInnenverbindungen zwar zerschlagen wurden, die AktivistInnen sich aber in außerstudentischen Bewegungen – insbesondere die der Frauen und ArbeiterInnen – mit einbrachten. So war es ironischer weise unter der Ära jenes kontrollwahnsinnigen Unterdrückers Ahmadinedschad, dass wutgeladene Gruppierungen aus der APO sich in Öffentlichkeitsarbeit teilweise radikal gegen das System äußerten. Trotz steigender Repression und Verfolgung kam es gehäufter denn je zu Protestkundgebungen, Streiks und zum ersten Mal in der Geschichte der islamischen Republik zu mehreren, effektiven Gewerkschaftsgründungen.
Es ist also nicht verwunderlich, dass IranerInnen weltweit mit einer Rekordbeteiligung von knapp 85% zu den Wahlurnen gestürmt sind. In jenem Juni 2009 bestand die Möglichkeit, Ahamdinedschad in einem Kraftakt abzuwählen – ein bis dato nie dagewesenes Phänomen in der Geschichte der islamischen Republik - und die Verhältnisse zu verbessern. Doch vergessen wir eines nicht: der allmächtige Wächterrat im islamischen Iran lässt neben verdächtiger Wahldurchführung lediglich Kandidaten antreten, die durch ein strenges Auswahlverfahren kommen. Und aufgrund dieser Tatsache kommt es schon zum ersten Missverständnis: auch der diesjährige Spitzenkandidat, Mir Hossein Mussawi, stellte nie den großen Reformhelden, wie einst der gescheiterte Chatami, dar. Ganz im Gegenteil trägt er eine Vergangenheit mit sich: Als Khomeinis erster Premierminister der islamischen Republik sieht er sich selbst nach wie vor als „Säule der islamischen Revolution“ von 1979. Unter ihm trat die die sog. Kulturrevolution in Kraft, ein Bündel von Gesetzen und Vorschriften (u.a. die Kopftuchpflicht), welches insbesondere Frauen und Minderheiten diskriminiert.

Nicht zu vergessen ist seine maßgebliche Anteilnahme an den Massenhinrichtungen in den 80ern, als der Klerus zig Tausende politische Gefangene per Mord beseitigte. Nach jüngster Eigenaussage war seine Zeit als Premier, geprägt von Mord, Terror und Hinrichtung, die „stabilste Ära der islamischen Republik“. Dieses Jahr verfolgte Mussawi lediglich das Ziel, durch reformistisches Verhalten die durch Ahmadinedschad aufgebrachte Bevölkerung zu stillen, um so das Grundgerüst der islamischen Republik zu festigen.

Die Menschen im Iran waren stets über die Person Mussawi aufgeklärt, schließlich haben sie ihn als Premier teilweise miterlebt. In erster Linie handelt es sich bei der sog. Grünen Welle um Protestwähler gegen den erzkonservativen Islam-Fanatiker und Holocaust-Leugner Ahmadinedschad. Jener Mussawi spielt bei dieser Präsidentschaftswahl die Rolle eines ungewöhnlichen Phänomens. Natürlich befindet sich unter seinen WählerInnen ein Teil, welcher tatsächlich vollstes Vertrauen in ihn steckt. Doch eine anfängliche Minderheit sah den Ex-Premierminister als Mittel zum Zweck. Auch sämtliche vorhin erwähnte, linksgerichtete AktivistInnen stimmten trotz seiner düsteren Vergangenheit für ihn. Sie hingegen sahen in Mussawi nichts weiter als einen Mediator und planten, seine Wahlversprechen als Freiraumschaffung zu nutzen, um mehr soziale Bewegungsflexibilität zu erlangen und so schließlich das islamische System an sich in Frage stellen zu können. Diese Minderheit von Andersdenkenden nimmt mit zunehmender Brutalität seitens des Staatsapparates in der Tendenz zu. Handelte es sich anfangs um auf den Wahlbetrug bezogene Parolen wie „Wo ist meine Stimme?“, richtet sich der Schrei der DemonstrantInnen mehr und mehr gegen die Schuldigen ganz oben. So lösen Parolen wie „Nieder mit dem Diktator“, „Nieder mit Khamenei“, oder vereinzelt gar „Nieder mit der islamischen Republik“ die anfänglichen Wahlbetrugsbeschwerden ab.

Mussawi ist somit nicht – wie fälschlicherweise oft behauptet – der Kopf der Bewegung. Viel mehr benutzt dieses dezentrale Bündnis ihn und andere prominente, sympathisierende Prominente aus dem politischen System als eine Art Legitimationsschild. Wenn Mussawi zu Demos aufruft, folgen die dann in Massen anwesenden ProtestlerInnen nicht dem Ruf des oft als „Helden der Bewegung“ Gepriesenen; viel mehr nutzen sie diese Gelegenheit einer offiziellen, deswegen nicht so einfach niederzuknüppelnden Versammlung zur Vernetzung untereinander. In diesem Sinne wurden einige andere seiner Aussagen, wie beispielsweise seine „bedingungslose Distanzierung von GewalttäterInnen“, gekonnt übergangen. Mussawi führt diese Bewegung nicht, die Bewegung führt ihn.

Analytisch gesehen stehen die FreiheitskämpferInnen im Iran noch vor viel Arbeit. Diese Bewegung besteht momentan aus einem breiten Bündnis, welches sich im Kampf gegen die bestehenden, polizeistaatlichen Verhältnisse einigt und als geschlossene Faust punktuell und konzentriert gegen jene vorgeht. Doch sobald diese Faust aufgrund von internen Uneinigkeiten – welche natürlicherweise früher oder später definitiv vorliegen werden – zu erschlaffen droht, müssen sich die einzelnen Finger strecken und das System synchron von mehreren Seiten angreifen. Es liegt nun in der Verantwortung der sozialen Bewegungen, sich in diese Finger zusammenzufinden und sich dauerhaft zu etablieren.

Denn eins ist klar: Auf kurz oder lang kann nur die Abschaffung der islamischen Republik, d.h. eines neoliberales, staatskapitalistisches Unterdrückungssystem mit repressiven paramilitärischen Organen, getarnt in einem demokratischen Mantel, der in einer Wahlinszenierung an die Öffentlichkeit gelangen soll, den Menschen im Iran die ersehnte Freiheit bringen.

Via: UIJSPA (Unabhängige iranische Jugend; StudentInnen u. politische AktivistInnen): www.uijspa.blogspot.com

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Sonntag, 2. August 2009

DAS GEDÄCHTNIS DER MENSCHHEIT

DAS GEDÄCHTNIS DER MENSCHHEIT

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer. …

Diese Abgestumpftheit ist es,
die wir zu bekämpfen haben,
ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote,
wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.

Und doch wird nichts mich davon überzeugen,
dass es aussichtslos ist,
der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.

Bertolt Brecht (geschrieben 1952)


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