Igitt!
Echt widerlich und für mich ein weiterer Beweis dafür, daß das Konstrukt "Partei" einfach keinen Sinn hat:
Im Sommer 2007 erschienen auf der Linken Zeitung zwei Artikel von Edith Bartelmus-Scholich, die sich mit den Verflechtungen zwischen GNN-Verlag und der Linkspartei.PDS in NRW und Bayern beschäftigten. Thematisiert wurden die Methoden der Einflussnahme der um den GNN-Verlag organisierten ehemaligen Mitglieder des Westdeutschen Bund der Kommunisten (WBK). (s.u.) Die Hintergrundinformationen für die Artikel stammten jeweils aus dem engsten Führungskreis der Landesparteien. Die Artikel dienten der Herstellung von Transparenz .
Missstände aus der Linkspartei.PDS sollten nicht in der LINKEN ihre Fortsetzung finden.
http://nt2.3sinus.com/srv1/l.cfm?id=ghmrmkdlvjopikq
racethebreeze - 3. Jul, 20:52
Mit Sprüchen, die bis vor wenigen Jahren nur die Nazis klopften, macht MP Koch von sich reden. Begründet wird das gerne damit, daß man den "rechten Rand nicht der NPD überlassen" dürfe.
Nun kommt das rechte Echo, wie die
"junge Welt" vom 9.1.2008 titelt:
NPD dankt Roland Koch
CDU und CSU haben ihre massive Kampagne weiter intensiviert, um die Ausländerhetze des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zu stützen. Zur Beratung über die vor allem auf Migranten zielende Verschärfung des Jugendstrafrechts kommen schon am heutigen Mittwoch in Berlin die Justizminister der unionsregierten Länder zusammen. Einen Tag später wollen die Länder-Innenminister in Wiesbaden über »einen erweiterten Maßnahmenkatalog« beraten. Diesem Treffen werde auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) beiwohnen, teilte das hessische Innenministerium am Dienstag in Wiesbaden mit.
Erst am Wochenende hatte sich der CDU-Bundesvorstand dafür ausgesprochen, für jugendliche Straftäter Erziehungscamps einzurichten, den »Warnschuß-Arrest« bei Bewährungsstrafen einzuführen und die Höchststrafe im Jugendstrafrecht auf 15 Jahre anzuheben. Bis Ende dieser Woche sollen offenbar die ersten Schritte dahin koordiniert werden. Begleitet wird die Kampagne von einem immer lauter werdenden Mediengetöse. Das soll zum einen über die Dürftigkeit der Kochschen Argumente hinwegtäuschen und zum anderen den Koalitionspartner SPD mit Blick auf die am 27. Januar anstehenden Landtagswahlen unter Druck setzen. Flankiert wird die Propagandakampagne vor allem von der Bild-Zeitung – bei wohlwollender Begleitung durch andere Tageszeitungen, TV-Magazine und den Spiegel.
»Es ist hochgradig unverantwortlich, daß sich die SPD jeder Verbesserung zum Schutz der Menschen verweigert«, polemisierte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am Dienstag. Er reagierte damit auf eine Äußerung des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD), der Koch »Wahlkampfhetze« vorgeworfen hatte. Oskar Lafontaine, Chef der Partei Die Linke, erklärte in einem Interview der Frankfurter Rundschau, die CDU rufe nach schärferen Gesetzen und streiche gleichzeitig die Stellen von Jugendsozialarbeitern. »Das paßt vorne und hinten nicht zusammen.« Es sei obendrein auffallend, »daß Koch schweigt, wenn rechte Schläger Ausländer zusammenschlagen«.
Entrüstung löste bei der CDU eine Stellungnahme des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, aus. Der Nachrichtenagentur ddp sagte Kramer am Dienstag, Kochs Wahlkampfparolen gegen junge kriminelle Ausländer seien »verlogen« und unterschieden sich kaum noch vom Niveau der neofaschistischen NPD. Koch sei dringend zu empfehlen, an »Erziehungs- und Ethikkursen für Politiker teilzunehmen«. Den Online-Redaktionen der Magazine Spiegel und Stern war Kramers Kritik offenbar zu deutlich: Die Berichte zu diesem Thema wurden schon am Nachmittag aus dem Netz genommen.
Wie recht Kramer mit seinen Bemerkungen hatte, bestätigten allerdings die Neonazis selbst. »Wenn etablierte Politiker NPD-Argumente übernehmen, dann wird das auch dazu führen, daß immer mehr Bürger Vertrauen in die Politik der NPD gewinnen und folglich auch NPD wählen«, erklärte der Parteivorsitzende Udo Voigt am Dienstag in Berlin. Koch müsse seine Forderungen allerdings auch umsetzen – er dürfe »nicht nur aus wahltaktischen Gründen von der NPD abschreiben«.
Die Resonanz in der Öffentlichkeit auf Kochs Hetzparolen hält sich allerdings immer noch in Grenzen. Eine EMNID-Umfrage für den TV-Sender N24 ergab, daß 58 Prozent der Bundesbürger der Meinung sind, daß die CDU mit dem Thema »Jugendkriminalität« nur Wahlkampf machen wolle.
racethebreeze - 8. Jan, 19:08
http://www.madeyouthink.org hat einen Weg gefunden, Tretminen sichtbar zu machen

racethebreeze - 22. Okt, 23:50
Geklaut vom
Prollblog
racethebreeze - 12. Sep, 22:32
So, ich gehe jetzt mal ein paar Tage in Urlaub. Macht nichts kaputt ;-) und besucht kräftig die Seiten im Blogroll...

racethebreeze - 11. Aug, 16:57
Quelle:
SWR3
racethebreeze - 10. Jul, 18:11
Medienkompetenz? Das ist
kein Fake!
racethebreeze - 4. Jul, 21:16
«Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück - und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück. Wenn ich demonstriere, dann übe ich ein Grundrecht aus, dann lasse ich mich nicht anfassen - von niemandem.» Heiner Geißler
racethebreeze - 10. Jun, 18:14
In Österreich will die regierende große Koalition ein Umwelthaftungs-Gesetz beschließen, das nichts anderes als ein Pro-Industrie- und ein Pro-Gentechnik-Gesetz ist. Damit wäre Österreich wahrscheinlich das erste Land in der EU, das Unternehmen von der Sanierung von Umweltschäden freistellt. Zustandegekommen ist das Gesetz durch intensives Lobbying der Industrie, wie eine durchgesickerte interne E-Mail der österreichischen Wirtschaftskammer zeigt.
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racethebreeze - 27. Mai, 01:49
Eklelhaft:
Freilandanbau von genverändertem Reis mit menschlichen Proteinen
Florian Rötzer 07.03.2007
In den USA könnte bald das erste kommerzielle Biopharming beginnen, Kritiker warnen vor unkontrollierbarer Ausbreitung
Die für die Zulassung von Medikamenten und Lebensmitteln zuständige US-Behörde FDA hat vor kurzem in einem vorläufigen Bescheid den Produkten der Nachkommen von geklonten Tieren Unbedenklichkeit ausgestellt ( Produkte von Klontieren als unbedenklich für Menschen erklärt (1)). Man erwartet, dass Fleisch und Milch gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen können, auch in Europa könnte dies bald der Fall sein ( Bald Produkte von Klontieren auf dem EU-Markt? (2)). In Los Angeles haben sich bereits einige professionelle Feinschmecker in einem Restaurant auf Einladung der Los Angeles Times Steaks von geklonten Tieren in einem Double-Blind-Test mit Steaks von normalen Rindern schmecken lassen und - wie kaum anders zu erwarten -, keinen Unterschied feststellen können (3). Manche der Eingeladenen kamen aber nicht zum Essen. Nach Umfragen lehnt noch eine Mehrheit der Amerikaner das Fleisch von Kälbern oder Schweinen ab, die von geklonten Tieren abstammen.
Ähnliche Abwehr gibt es bei den genveränderten Pflanzen, die in den Nahrungskreislauf kommen. Bislang wurden vornehmlich genveränderten Pflanzensorten hergestellt, die besser vor Schädlingen geschützt oder gegen Pestizide immun sein, mit kargen Bedingen zurechtkommen oder einen höheren Anteil an bestimmten Nährstoffen enthalten sollen. Bedenken gibt es beispielsweise mit dem Einbau eines Bakteriengens von B. thuringensis, das ein Insektengift codiert.
Nun hat das US-Landwirtschaftsministerium einer Reissorte eine vorläufige Zulassung (4) (praktisch kein Risiko) zum Anbau in Kansas erteilt, was ebenfalls für Disput (5) sorgen dürfte. Die Firma Ventria Bioscience (6) hat die Reissorte Oryza sativa L. mit Genen ausgestattet, die die zwei menschlichen Proteine Lactoferrin und Lysozym codieren. Diese Proteine kommen in der Muttermilch vor und wirken antiviral, antibakteriell und antifungizid. Mit dem Reis sollen Magen-Darm-Erkrankungen und tropische Infektionen behandelt werden. Die Firma hat eine Studie an peruanischen Kindern durchgeführt und will dabei festgestellt (7) haben, dass Kinder, die die aus dem transgenen Reise gewonnenen Proteine Lactiva (Lactoferrin) und Lysomin (Lysozym) deutlich schneller bei einer Durchfallkrankheit gesund wurden als die Kinder, die gewöhnliche Rehydrierungflüssigkeit oder eine solche erhielten, die auf Reise basierte und der die beiden Proteine zugesetzt wurde.
Ventria will die Proteine aus dem transgenen Reise gewinnen, um sie in Form von (tierfreien) Medikamenten oder als Zusatz in Lebensmitteln auf den Markt zu bringen. Scott Deeter, Präsident und Geschäftsführer von Ventria, ist der Überzeugung, dass die Herstellung der Proteine oder anderer Wirkstoffe in Pflanzen (biopharming) viel billiger kommt als mit anderen Methoden: "Pflanzen sind erstaunliche Fabriken. Unsere Rohmaterialen sind die Sonne, Boden und Wasser." Ventria hat mit derselben Methode auch das Blutprotein Albumin aus Reis gewonnen, das sich als Serum nutzen lässt. Bislang sind die Biopharming-Produkte aber noch nicht von der FDA für den Markt zugelassen worden.
Schon beim Anbau melden sich Kritiker, die fürchten, dass die transgenen Pflanzen sich unkontrolliert verbreitet könnten. Die medizinisch wirksamen Proteine könnten dann auch in anderen Pflanzen enthalten und über Lebensmittel unbemerkt aufgenommen werden. Jane Rissler von Union of Concerned Scientists kritisiert, dass eine Anpflanzung von "Medikamenten" im Außenbereich zugelassen werden soll. Noch im Frühling will Ventria seinen Reis auf 450 Hektar anpflanzen, in Missouri, wo man dies zuerst geplant hatte, drohte der Bierhersteller Anheuser-Busch damit, aus Sorge um eine mögliche Kontamination keinen Reise mehr in dem Bundesstaat zu kaufen. In Kansas sei der Anbau sicher, sagt Deeter, weil dort Reis nicht angepflanzt wird. Um eine Verbreitung zu verhindern, werden alle Samen mit speziellen Geräten gemahlen.
Allerdings musste das Landwirtschaftsministerium erneut berichten (8), dass die konventionell von BASF gezüchtete Reissorte (Clearfield) CL131 in Arkansas mit der genveränderten Sorte (LibertyLink) LL62 von Bayer CropScience (9) kontaminiert wurde, die auf dem Markt nicht zugelassen ist. Auf die Kontaminierung stieß man im Rahmen der Nachforschungen über den Skandal im letzten Jahren, als Spuren des gleichfalls nicht zugelassenes Gentech-Reises LL601 von Bayer Crop Science in großen Teilen der Reisernte gefunden wurde ( Der Reis, den keiner wollte (10)). Dem Ansehen des Landwirtschaftsministerium dürfte es nicht gerade gedient haben, dass es Ende des Jahres die Reissorte nach dem Schlamassel mit erheblichen Edinbußen für die Landwirte, schnell noch nachträglich zugelassen hat ( Nachträgliche Zulassung (11)).
Links
(1) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24327/1.html
(2) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24429/1.html
(3) http://www.latimes.com/news/nationworld/nation/la-sci-clone4mar04,0,1304233,full.story?coll=la-home-nation
(4) http://www.aphis.usda.gov/brs/aphisdocs/06_27801r_ea.pdf
(5) http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/03/01/AR2007030101495_pf.html
(6) http://www.ventria.com/
(7) http://www.plantpharma.org/ials/index.php?id=396
(8) http://www.aphis.usda.gov/publications/biotechnology/content/printable_version/ia_ge_rice.pdf
(9) http://www.bayercropscience.com/bayer/cropscience/cscms.nsf/id/Home_EN
(10) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23538/1.html
(11) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24141/1.html
Quelle:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24784/1.html
racethebreeze - 6. Apr, 14:37