Antifaschismus

Montag, 30. Juni 2008

"Auseinander setzen."

"Auseinander setzen" enthält Fotos, Texte, Filme, Spiele, ein Lexikon, Tipps und weiterführende Materiallisten. Sie bietet Anregungen und Hilfestellungen für die Bildungsarbeit für Jugendliche zum Thema Neonazis. Die Multimedia DVD kann über die DGB Jugend Bremen bezogen werden.

Bestellungen bei sabine.herold@dgb.de

Sonntag, 22. Juni 2008

Bus-Überfall: Unter Masken steckten Neonazis und Hools

Bus-Überfall: Unter Masken steckten Neonazis und Hools

LEIPZIG - Sieben Wochen nach dem Überfall vermummter Angreifer auf einen Nachtbus hat die Polizei das Verbrechen geklärt. Der Staatsschutz ermittelte 15 Maskenmänner - zwölf sind bereits in Haft. Sie stammen aus der rechten Szene und dem Hooligan-Milieu. Der Angriff richtete sich gegen Besucher des Courage-Konzerts. Sie wollten Jagd auf „Linke“ machen, trauten sich aber nicht an das von der Polizei geschützte „Leipzig zeigt Courage“-Konzert am Völkerschlachtdenkmal heran. Rund 20 Neonazis und Hooligans griffen deshalb in der Nacht zum 1. Mai den Nachtbus „Nightliner“ an, in dem auch Konzertbesucher nach Hause fuhren.

Nach dem Einfahren in eine Haltestelle im Stadtteil Mockau war der Linienbus von rund 20 Vermummten gekapert worden. Die Angreifer zerstörten Scheiben und bedrohten die Fahrgäste. Ein Mann wurde zusammengeschlagen (Morgenpost berichtete).

Nach intensiven Ermittlungen hat das Staatsschutzdezernat der Kripo nun 15 Gewalttäter im Alter von 17 bis 26 Jahren ermittelt. „Die Beschuldigten sind überwiegend rechtsorientiert und zum Teil auch der so genannten Ultra-Szene der Fußballvereine Sachsen und Lok Leipzig zuzurechnen“, erklärte Leipzigs Polizeipräsident Horst Wawrzynski. Einige seien geständig. Gegen zwölf wurden Haftbefehle erlassen.
Via sz-online

Samstag, 21. Juni 2008

Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!

Via "dazwischengehen.org":
Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!
Köln 19. - 21. September

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.
Eine lokale und bundesweite Mobilisierung, will diesen Kongress verhindern. Auch die Interventionistische Linke (iL) ruft dazu auf dieses internationale rassistische Treffen weder zu dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW“ im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann.
Der Veranstaltungsort soll blockiert und den Rechten der Durchgang versperrt werden. Im Aufruf heisst es: "Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln“ und Gefolge in die Schranken weisen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort! Sie kommen nicht durch!
"
Aufruf: Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.



„pro Köln“ ist eine extrem rechte Organisation, die seit Jahren in Köln und auch überregional rassistische Politik betreibt. Viele FunktionärInnen und Mitglieder von „pro Köln“ kommen aus neonazistischen Parteien und Gruppierungen wie etwa der NPD, den „Republikanern“ und der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“. In letzter Zeit hetzte „pro Köln“ vorrangig gegen den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld und ging mit rassistischer und extrem rechter Propaganda auf Wählerfang.

Für den Kongress im September haben sich unter anderem VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich (FPÖ), Belgien (Vlaams Belang), Italien (Lega Nord), den USA (Robert Taft Group), Großbritannien (British National Party), Spanien und Ungarn angesagt. Außerdem soll der international bekannte Vorsitzende der extrem rechten Front National (FN), Jean Marie Le Pen, anläßlich des Kongresses in Deutschland auftreten. Mit ihrem europaweiten Hetzkongress verfolgen die altgedienten NeofaschistInnen von „pro Köln“ zwei Ziele: Erstens soll die die Zusammenarbeit extrem rechter Parteien aus ganz Europa ausgebaut werden. Zweitens will „pro Köln“ mit dieser Großveranstaltung den Wahlkampf für die NRW-Kommunalwahlen 2009 eröffnen.



Wir werden weder ein solches internationales rassistisches Treffen dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW“ im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann.
Daher rufen wir dazu auf, diesen Kongress zu verhindern!


Dies kann uns nur gelingen, wenn an diesen Tagen möglichst viele Menschen gemeinsam den Veranstaltungsort blockieren und den Rechten den Durchgang versperren. Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln“ und Gefolge in die Schranken weisen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort! Sie kommen nicht durch!


Mehr: http://www.hingesetzt.mobi
Spendenkonto:
VVN e.V.
SEB AG
BLZ 370 101 11 
Kto 11 30 469 000
 Stichwort: September

Dienstag, 17. Juni 2008

Gemeinsam gegen Nazis in Pforzheim

Gemeinsam gegen Nazis

Demonstration: Samstag, 28. Juni 2008, 14 Uhr, Pforzheim, Marktplatz

Aufruf als PDF

Weitere Infos:
http://schuelerinnen.blogsport.de

[Via frederico
]

Montag, 16. Juni 2008

Zahl der Woche: 3,85

Ein erfreulicher Bericht bei redok:

Marktheidenfeld. Zu einer Demonstration in Marktheidenfeld hatten Neonazis seit Monaten mobilisiert. Insgesamt 26 Kameradschaften undParteigruppen aus sechs Bundesländern riefen als Unterstützer zu dem Aufmarsch auf, doch heute fanden nur 100 Teilnehmer den Weg nach Unterfranken: gerundete 3,85 Rechtsextreme pro Gruppe. (...)

Sonntag, 15. Juni 2008

Neonazis in neuem Gewand?

broschuereSeit einigen Monaten tauchen in der Region Aachen-Düren, im Erftkreis sowie in Köln und Leverkusen Schmierereien, Aufkleber und Flugblätter der so genannten "Autonomen Nationalisten" auf. Auch in den Medien ist vermehrt von extrem rechten Straftaten und gewalttätigen Übergriffen die Rede. Und immer wieder fallen dabei die Stichworte "Autonome Nationalisten" und "Aktionsgruppe Rheinland".

Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?

Dieser Frage gehen eine 12-seitige Broschüre und eine Reihe des Vortrages "'Autonome Nationalisten' - Neonazis in neuem Gewand" nach.

Download (1,4 MB)

Die Broschüre wird auch auf den Veranstaltungen der Kampagne Autonome Nationalisten stoppen! ausliegen.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Antifaschistische Aktionswoche in Kirchheim/Teck

Schon seit geraumer Zeit ist in Kirchheim eine Häufung von Naziaktivitäten festzustellen. Darunter fallen insbesondere Propaganda-Aktionen wie Sprühereien, Plakate und Aufkleber, sowie Einschüchterungsversuche
gegenüber linken und antifaschistischen Jugendlichen.
Ob nun in Anlehnung an bestimmte historische Ereignisse wie dem 13. Februar (alliierte Luftangriffe auf Dresden '45), dem 8. Mai (Kapitulation der Wehrmacht '45), dem 9. November (Pogromnacht '38), oder völlig ohne geschichtlichen Kontext: Die Nazis in Kirchheim
versuchen immer penetranter ihre Positionen in die Öffentlichkeit zu drängen.
Der Personenkreis, setzt sich vor allem aus dem Umfeld der ehemaligen „Kameradschaft Kirchheim“ sowie einzelnen Mitgliedern der Naziband „Tobsucht“ aus dem Kreis Kirchheim-Göppingen zusammen.
Dabei ist anzumerken, dass die selbsternante Kameradschaft in ihrem Bestehen neben oben genannten Drohbärden, einer -inzwischen nicht mehr existierenden- „Weltnetzseite“, die nichts weiter war als eine Ansammlung zusammenkopierter Texte voller heldenhafter Phrasendrescherei, und einiger geklauter Naziplakate mit eingefügtem „KS-Kirchheim“ Schriftzug, organisatorisch nichts weiter auf die Reihe bekommen hat.
Ungeachtet dessen hält der Aktivismus der Nazis in und um Kirchheim an.

Obwohl die Kirchheimer Stadtpolitik trotz offensichtlichster Schmierereien und weiterer Aktivitäten scheinbar nichts von einer aktiven Kirchheimer Naziszene wissen will, werden wir derartige Zustände nicht weiter stillschweigend hinnehmen.
Dazu haben wir im Juni eine kleinere antifaschistische Aktionswoche organisiert, um zu informieren, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit Interessierten aktiv zu werden.

Zunächst wird es am Samstag, den 14.06. ab 10:00 Uhr in der Kirchheimer Innenstadt einen Infostand mit eigenen, sowie weiteren antifaschistischen Veröffentlichungen geben.

Am Montag, den 16.06. geht es ab 19:00 Uhr in der Linde
(www.linde-kirchheim.de) dann weiter mit einer Veranstaltung mit Informationen zur Kirchheimer Naziszene, und mit dem Journalisten und Sozialwisenschaftler Robert Andreasch, der über aktuelle Entwicklungen in der Naziszene und zur Nazi-Ideologie referieren wird.

And last, but not least... Das Antifa-Soli Konzert am Freitag, den 20.06. ab 19:00 Uhr im Club Bastion (www.club-bastion.de) mit:
Sidetracked
(Thrash/Punk: www.myspace.com/sidetrackedpunx)
Funky Fuzzle
(Skatefunk: www.myspace.com/funkyfizzle)
Manarun
(Reggae/Ska: www.myspace.com/manarun)
This Bleeding Soul
(Metalcore: www.myspace.com/thisbleedingsoulonline)

see you on the streets!

offenes antifaschistisches Bündnis Kirchheim

Via Infoladen LB

Sonntag, 8. Juni 2008

2 Monate Knast wegen Mütze?


Via AAF findet sich der folgende Hinweis:

In Stuttgart läuft Staatsanwältin Weiß, berüchtigt durch den „Nix Gut“-Prozess,
mal wieder Amok. Diesmal hat sie zwei Monate Haft ohne Bewährung für
einen 37-jährigen Punk gefordert, da dieser eine Basecap der Punkband
„Schleimkeim“ getragen hat, bei der das „S“ in Form einer Sigrune
dargestellt ist: Angeblich eine Verwendung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen. Da der Angeklagte an seinem zuletzt
gemeldeten Wohnort nicht anzutreffen war und bereits „polizeibekannt“
und vorbestraft ist, wurde Haftbefehl erlassen, nun sitzt er seit vier
Wochen wegen Fluchtgefahr in U-Haft.
Presse:
1
2

Mittwoch, 4. Juni 2008

Stuttgart / Sindefingen: Nazis keine Basis bieten! Aufruf zur Demonstration am 19. Juli

Seit dem 28.5. ist der Demonstrationsaufruf der Initiative "Nazis keine Basis bieten" für Stuttgart und Sindelfingen online. Am 19. Juli soll es eine antifaschistische Demonstration in Sindelfingen geben. Wir dokumentieren hier den Aufruftext:
Nazis keine Basis bieten!
Seit einiger Zeit können sich Nazis in immer mehr Regionen der BRD verankern und etablieren. Auch in der Region Stuttgart nehmen ihre Aktivitäten, insbesondere die der NPD zu. So hat sich ihr Regionalverband Böblingen-Stuttgart-Ludwigsburg zum Ziel gesetzt, 2009 bei den Kommunalwahlen in den Sindelfinger Gemeinderat einzuziehen.

Durch eine Vielzahl eigener Medien, die immer professioneller gestaltet werden, verbreiten extrem rechte und neonazistische Hetzer tagtäglich ihre menschenverachtende Propaganda. Mit kulturellen Angeboten, die von der Kinderbetreuung, Zeltlagern im Stil der Hitler-Jugend, über Rechtsrock-Konzerte, Schulhof-CDs bis zu Kameradschaftsabenden reichen, sind sie in einzelnen Teilen Deutschlands schon fest etabliert. Die Nazis sprechen in einigen Gegenden von so genannten "National befreiten Zonen", Gebiete, in denen beispielsweise MigrantInnen nicht mehr ohne Furcht vor Nazi-Gewalt auf die Strasse gehen können.

Damit stellen die Nazis ein wachsendes Problem in immer mehr Regionen in der BRD dar. Dabei befinden sich seit Anfang der Neunziger Jahre die rechte Szene und ihre Strukturen im Aufwind. Die Gefahr, die dabei von den Nazis ausgeht, egal ob durch die NPD in verschiedenen Parlamenten oder durch die konkrete Gewalt von Nazi-Schlägern auf der Straße, wird jedoch noch zu wenig wahrgenommen und oftmals auch verharmlost. Mit ihren rassistischen, nationalistischen und antisemitischen Argumentationsmustern versuchen die Faschisten an die direkt oder indirekt von manchen Medien und bürgerlichen Parteien propagierte Unterscheidung von Menschen nach Herkunft oder Hautfarbe anzuknüpfen.

Nazis machen auf sozial


Die Faschisten verkaufen ihre Hetze gerne als Antwort auf gesellschaftliche Probleme wie Sozialabbau, Arbeitslosigkeit usw.

Tatsächlich wächst der Widerspruch zwischen der Produktion eines immensen Reichtums, den sich einige wenige aneignen und zunehmender Armut und Hunger für die, die diesen Reichtum schaffen. Damit wollen sich immer mehr Menschen nicht mehr abfinden. In diesem Jahr machten z. B. die Beschäftigten deutlich, dass sie für höhere Löhne kämpfen wollen. Die etablierten Parteien tun sich immer schwerer, stabile Regierungen zu bilden und verlieren an Einfluss. Die Unzufriedenheit mit den gesellschaftlichen Verhältnissen nimmt zu und die Herrschenden bereiten sich auf eine mögliche Radikalisierung dieses Unmutes vor. In dieser Situation kommt die Ablenkung von den eigentlichen Ursachen der Probleme und die Einschüchterung linker Aktivisten durch rechte Schlägertrupps einem Teil der Herrschenden gerade recht:

Nicht etwa die Großkonzerne, die Arbeitsplätze abbauen und in Billigstlohnländer verlagern, um Rekordgewinne einzufahren, nicht etwa die Verantwortlichen in Parteien und Regierungen, die den Sozialabbau so durchführen, wie er von den Unternehmern gefordert wird, werden verantwortlich gemacht, sondern Menschen, die nicht in das verengte Weltbild der Faschisten passen, vor allem MigrantInnen und wie der ansteigende Antisemitismus beweist, auch wieder „die Juden“.Als anzustrebenden Zustand bzw. als Lösung der Probleme propagieren die Faschisten die „reine, deutsche Volksgemeinschaft“ ..

Ein Blick in die Geschichte…


Wofür die Ideologie der „Volksgemeinschaft“ ganz konkret steht, wurde in den 12 Jahren, in denen die Nationalsozialisten in Deutschland an der Macht waren, mehr als deutlich: Für die Zerschlagung der Gewerkschaften und Unterdrückung der Arbeiterbewegung, Konzentrations- und Vernichtungslager, brutalste Unterdrückung undAusbeutung, für die planmäßige Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden und für 60 Millionen Kriegstote.

Die Rolle der NPD/JN


An der Spitze der neofaschistischen Entwicklung steht die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und ihre Jugendorganisation (Junge Nationaldemokraten), die aus den internen Grabenkämpfen der rechten Szene als Siegerin hervorgegangen ist. Durch ihre Wahlerfolge u. a. bei den Landtagswahlen in Sachsen und Mecklenburg Vorpommern sowie in vielen kommunalen Parlamenten hat sie für die gesamte faschistische Bewegung eine motivierende Funktion und dient ihr als Bezugspunkt.

Seit einiger Zeit versucht die NPD/JN gerade hier in der Region mit verschiedensten Aktivitäten Fuß zu fassen: Neben einer eigenen zweimonatlich erscheinenden Hetzschrift („unbequeme Nachrichten“) , in der vor allem platte rassistische Vorurteile bedient werden, veranstaltet die NPD regelmäßige „nationale Stammtische“- in Schorndorf, Herrenberg, Ludwigsburg, und auch in Stuttgart und Sindelfingen. Daneben organisiert sie weitere Veranstaltungen, wie z. B. das Konzert in Sindelfingen mit dem bekannten Nazi-Liedermacher Frank Rennicke, an dem 200 Nazis teilgenommen haben.

Nun will die NPD im Juni 2009 in den Sindelfinger Gemeinderat einziehen und das Jahr 2008 dazu nutzen, ein breiteres Wählerspektrum anzusprechen. Deswegen hat sie erst im Februar die Auflage ihrer Hetzschrift auf 20 000 Stück erhöht und führt vermehrt Veranstaltungen durch.

Was tun? Was tun !

Die „Initiative Nazis keine Basis bieten“ will der drohenden Gefahr, die von den Nazis ausgeht, entgegentreten und gehen daher am 19. Juli in Sindelfingen auf die Strasse. Wir wollen zeigen, dass wir weder der NPD noch anderen faschistischen Kräften die Straße oder die Parlamente überlassen! Dabei ist das Verhindern des Einzugs der NPD in den Gemeinderat von Sindelfingen nur ein Aspekt, mittelfristig muss es darum gehen, einen breiten antifaschistischen Widerstand zu organisieren, um eine weitere Verankerung faschistischer Strukturen zu verhindern.

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Es hat sich gezeigt, dass vor allem in Regionen, in denen den Faschisten kein antifaschistischer Protest entgegengesetzt wird, sie ihre Strukturen aufbauen und entwickeln konnten. In den Gegenden aber, in denen Nazis mit ständigem und breitem antifaschistischen Widerstand konfrontiert werden, müssen sie immer wieder schwere Rückschläge einstecken. Ein Beispiel hierfür ist der verhinderte Naziaufmarsch durch Stuttgart Heslach Anfang 2006, bei dem die Nazis keine 300 Meter weit kamen und der die angeschlagene Kameradschaft Stuttgart auseinander brechen ließ. Oder Sindelfingen, wo Ende 2005 vor allem Jugendliche und MigrantInnen das Eindringen der NPD in die Montagsdemo zunichte machten.

Um solche Erfolge nachhaltig werden zu lassen, ist ein vielfältiger antifaschistischer Widerstand auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Mitteln notwendig!

• Kein Einzug von Nazis in den Gemeinderat weder in Sindelfingen noch anderswo!

• Die NPD und alle anderen faschistischen Organisationen zerschlagen!

• Kommt zur antifaschistischen Demonstration am 19. Juli, 14 Uhr Sindelfingen.

Dienstag, 3. Juni 2008

Ein Leben für die Lüge

Via apabiz kommt mal eine gute Nachricht: Die Nazifreakshow verliert eine ihrer Attraktionen - Der „Ritterkreuzträger“ Otto Riehs ist tot
Die bundesweite Neonazigemeinde trauert um Otto Riehs. Am 29. Mai verstarb der „Ritterkreuzträger“ im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Frankfurt am Main. Riehs war eine Ikone der Szene, einer der letzten Vertreter jener „Erlebnisgeneration“, deren Aufgabe es ist, Nationalsozialismus authentisch zu vermitteln und den neuen Nazis die Bestätigung zu geben, die legitimen Erbfolger der Nationalsozialisten zu sein. Doch sein Heldenepos ist in Teilen wohl selbstgestrickt.

Mehr lest ihr -> hier:
http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Riehs,%20Otto.htm

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