Perspektive

Mittwoch, 28. Mai 2008

Fotoausstellung: 80 Jahre Che Guevara

Seit dem 26. Mai 2008 findet im Fotomuseum WestLicht in Wien eine Fotoausstellung mit Originalabzügen kubanischer und international bekannter Fotografen, u.a. von Alberto Korda, Osvaldo Salas, René Burri, und anonymer Fotografen von Che Guevara, Fidel Castro und ihren Mitstreitern zu statt.

Die Ausstellung wurde von Camilo Guevara, Che’s Sohn, und René Burri, dessen Foto von Che mit Zigarre zu den bedeutendsten Fotos zählt eröffnet.

Via Che 1928 2008

Freitag, 2. Mai 2008

Der 1. Mai in Stuttgart

Schon vor der Demonstration der Gewerkschaften, welche um 10 Uhr am Marienplatz startete führte die Polizei zahlreiche Personenkontrollen durch. Dabei wurden Materialen eines Infotisches beschlagnahmt, sowie mindestens zwei Menschen wegen des angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht festgenommen.

An der Demonstration des DGB beteiligten sich etwa 2500 Menschen, darunter zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten türkischer und kurdischer linker und revolutionärer Organisationen, tamilische Exilorganisationen, sowie linke Gruppen aus Deutschland.

Im Anschluss daran begann die Revolutionäre 1. Mai Demonstration mit einer Auftaktkundgebung auf dem Marktplatz. Auch hier wurden auf dem Weg dorthin zahlreiche Menschen in teilweise langwierigen Personenkontrollen von der Polizei aufgehalten. Ein kleiner Demonstrationszug zog direkt von der DGB Kundgebung zum Auftakt der Revolutionären 1. Mai Demonstration und entzog sich somit den Kontrollen. Auf der Auftaktkundgebung wurde unter anderem das provokante Auftreten der Polizei thematisiert und eine Rede zur Notwendigkeit des Antifaschistischen Kampfes aber auch der eigenen revolutionären Politik gehalten.
Nach kurzer Verzögerung aufgrund der polizeilichen Anordnung, Transparente nicht miteinander verknoten zu dürfen und der daher folgenden Polizeiblockade, startete die Revolutionäre Demonstration schließlich mit mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auf der ersten Zwischenkundgebung vor dem Ordnungsamt, dem verschiedene Behörden unterstehen, wurden in einer Rede u.a. die restriktive Migrationspolitik aufgegriffen und zur Solidarität mit Flüchtlingen und MigrantInnen die von staatlicher Diskriminierung betroffen sind aufgerufen.

Auf Höhe des Rotebühlplatzes kam es zu ersten Übergriffen der Polizei auf die Demonstration. Nach einem kurzen Sprint der DemoteilnehmerInnen wurden Schlagstöcke eingesetzt und berittene Polizisten zur Demonstration beordert. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.



Nach einer weiteren Zwischenkundgebung vor dem Gebäude der Allianz Versicherung zog die Demonstration nach Stuttgart Heslach. Auf Höhe des Marienplatzes wurde versucht durch einen weiteren Sprint das Polizeispalier, sowie den Kamerawagen, der die Demonstration ständig filmte abzuschütteln.
Daraufhin gingen zuerst die berittenen Beamten gegen die Demonstration vor, u.a. indem sie mehrmals in die Menge ritten. Weitere Beamte griffen mit Schlagstöcken und Fußtritten den vorderen Teil der Demonstration an. Bei der darauffolgenden kurzen Auseinandersetzung konnten sie jedoch zurückgedrängt werden, wobei es auf beiden Seiten zu leichten Blessuren kam. Es kam zu keinen Festnahmen.

Das letzte Stück der Demonstration verlief ohne Zwischenfälle, wobei die Transparente im vorderen Teil zum Schutz vor weiteren Angriffen, entgegen der Forderung der Polizei erneut verknotet wurden.

Bei der Abschlusskundgebung hielt ein Aktivist der Revolutionären Aktion Stuttgart vermummt einen Redebeitrag. Darin wurden die Angriffe von Staat und Kapital auf die sozialen Errungenschaften, sowie die weiteren Symptome des kapitalistischen Systems thematisiert und zum Widerstand dagegen, sowie zum Aufbau einer organisierten revolutionären Gegenmacht aufgerufen. Der Redebeitrag musste vermummt gehalten werden, da davon auszugehen ist, dass immer noch politische Verfahren gegen die RAS anhängig und die Mitglieder daher von der Kriminalisierung bedroht sind.

Zwei Beamte des polizeilichen Staatsschutzes in Zivil, die sich am Rande der Abschlusskundgebung aufhielten, wurden geoutet und suchten daher umgehend das Weite. Ansonsten verlief auch die Abschlusskundgebung ohne weitere Zwischenfälle.

Nach der Abschlusskundgebung besuchten viele DemoteilnehmerInnen das 1. Mai Fest im Generationenhaus. Dort gab es Live-Musik u.a. vom Freien Chor Stuttgart, sowie Essen, Getränke und Infotische.




Fazit: Die Beteiligung von etwa 500 Menschen an der Revolutionären 1. Mai Demonstration ist für Stuttgarter Verhältnisse erst einmal zufriedenstellend. Die Mobilisierung zum Revolutionären 1. Mai, etabliert sich zunehmend wieder. Es wurde gezeigt, dass viele der Überzeugung sind, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist und eine befreite Gesellschaftsordnung nötig und möglich ist.

Einmal mehr haben die Stuttgarter Polizei bzw. die Verantwortlichen für den Einsatz deutlich gemacht, dass auf linke und revolutionäre Mobilisierungen mit polizeilichen Großeinsätzen reagiert wird. Die Rechnung, Aktive damit einzuschüchtern und sie möglichst weit einzuschränken ging dank der Entschlossenheit der Demonstrationsteilnehmerinnen und -Teilnehmer aber nicht auf.

Natürlich muss es jetzt weitergehen und das was im Aufruf zur Demo und den Reden gefordert wurde Stück für Stück umgesetzt werden: Nehmen wir die Zukunft in die eigenen Hände. Organisieren wir uns und nehmen wir den Faden der großen revolutionären und kommunistischen Versuche eine befreite Gesellschaftsordnung zu erkämpfen wieder auf.
Via Infoladen Ludwigsburg

Bei trueten.de gibt es noch einen Bericht und viele Fotos von der DGB Demo und der revolutionären 1. Mai Demo

Freitag, 11. April 2008

2 Ereignisse

Heute ist der 63. Jahrestag der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald, die als Konsequenz daraus den Schwur von Buchenwald leisteten. Und noch immer bleibt die Bahn in Sachen Zug der Erinnerung stur.

Zugleich ist heute der 40. Jahrestag der Schüsse auf Rudi Dutschke vor dem Hintergrund des eskalierenden Vietnamkriegs. Dazu gibt es wie beispielsweise in Esslingen Veranstaltungen.

Freitag, 22. Februar 2008

Berlin: 1. offenes Bündnistreffen am 4. März

Nachdem die letzten beiden (Euro)Maydayparaden ein voller Erfolg waren, soll es auch im Jahr 2008 wieder eine Maydayparade mit Aktionen und Veranstaltungen im
Vorfeld und danach in Berlin geben. Aus diesem Grund wird zum 1. Offenen Bündnistreffen einladen. Das Treffen findet statt am 04.03.08 um 19:30 Uhr im Versammlungsraum (1. Stock) des Mehringhofs (Gneisenaustr. 2a in Berlin-Kreuzberg).

Mayday?

In den letzten zwei Jahren konnten am 1. Mai jeweils mehrere tausend Menschen mobilisiert werden, die sich an der Parade rund um das Thema Prekarisierung beteiligten und ihrem Protest gegen unsichere Arbeits- und Lebensbedingungen Ausdruck verliehen. Trotz dem Erfolg der Demonstrationen gab es von Beginn an den Anspruch, mehr als ein Event zu sein, das lediglich einmal im Jahr stattfindet. Der Mayday möchte Ausgangspunkt und Ausdruck alltäglicher Kämpfe und Organisierung sein, weswegen auch das Berliner Bündnis kontinuierlich zu verschiedenen Themenfeldern aktiv war. So wurde im Rahmen des Mayday zum G8 Gipfel mobilisiert, sich an der „Freiheit statt Angst“-Demo beteiligt, sich gegen Stadtumstrukturierung in Kreuzberg-Friedrichshain engagiert, eine Veranstaltungsreihe und Workshops organisiert sowie mit dem Hamburger Mayday-Bündnis seit November 2007 in der Kampagne "Mir reicht's...nicht!" zusammen gearbeitet. Auch international tut sich was: Ende Februar findet in Berlin ein Treffen mit VertreterInnen verschiedener europäischer Maydaystädte statt. All diese Punkte zeigen, dass die (Euro)Mayday Bewegung in Berlin angekommen ist und sich mit dem Ziel, dem prekären Alltag den Kampf anzusagen, etabliert hat.

Mayday!

Unsere Unzufriedenheit mit prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen wollen wir auch beim Mayday 2008 wieder thematisieren. Gründe, sich ins Handgemenge zu stürzen, gibt es schließlich genug. Miese Arbeitsbedingungen und schikanöse Arbeitsämter, hässliche Stadtumstrukturierung, rassistische Ausländerbehörden und die Privatisierung öffentlicher Güter ... kurz der Kapitalismus. So vielschichtig sich das Thema Prekarisierung darstellt, so facettenreich wünschen wir uns auch das Bündnis. Deshalb möchten wir Euch einladen, eure alltäglichen Kämpfe und euren Widerstand ins Bündnis und auf die Parade zu tragen und sichtbar zu machen. Der Mayday soll den unterschiedlichsten Menschen die Möglichkeit bieten sich zu beteiligen. Aus diesem Grund soll der Charakter der Parade und die Arbeit im Bündnis wieder offen und leicht zugänglich sein, insbesondere für Menschen, die (noch) nicht organisiert sind. Wir möchten wieder vermittelbare Forderungen stellen, die in erster Linie FÜR etwas stehen und in diesem Sinne auch ein Motto kollektiv erarbeiten. Und natürlich hoffen wir, dass es nicht nur bei der Parade am 1. Mai bleibt, sondern darüber hinaus der Kampf gegen den prekären Alltag stattfindet.

Ihr seid alle eingeladen, Euch am Mayday Bündnis zu beteiligen. Der Mayday ist, was ihr daraus macht. Kommt deswegen zum Offenen Bündnistreffen am 04.03.08 um 19:30Uhr im Versammlungsraum des Mehringhofs.

Mayday-Bündnis Berlin, Februar 2008

Freitag, 18. Januar 2008

Tübinger Mayday! Parade 2008



Auch 2008 wird es die Mayday!Parade in Tübingen geben! Via trueten.de und Frederico Elwing und Tübinger Mayday! Parade

Sonntag, 13. Januar 2008

Aktionstage zum Erhalt autonomer Zentren

Am 11. und 12. April findet ein Internationaler Aktionstag für den
Erhalt bestehender Freiräume und für neue Freiräume statt.
http://april2008.squat.net/de/

Am 8. und 9. Februar findet ein regionales Treffen in Mannheim dazu statt.

Den Flyer/Aufruf kann man hier Herunterladen.
http://www.obw9.de/april.pdf

Es wäre nett wenn möglichst viel Menschen und Projekte sich daran beteiligen würden.

Dazu gibt es auch eine Radiosendung
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20243.
und die infomail
aprilapril08mahd@lists.riseup.net

Freitag, 11. Januar 2008

Luxemburg-Liebknecht-Wochenende 2008

Jedes Jahr im Januar steht steht ein Wochenende im Zeichen von linker
Politik. Samstags finden verschiedene Veranstaltungen statt, wie die Rosa-Luxemburg-Konferenz und das antifaschistische Jugendtreffen der VVN-BdA. Sonntag geht es dann zur traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Demo, 10 Uhr vom Frankfurter Tor zum Friedhof der SozialistInnen


LLL Demo 2004


Text: redblog
Foto: trueten.de

Sonntag, 9. Dezember 2007

Antiberliner 15 - Kampfblatt für den Generalstreik

ausgaberedblog verweist auf den neuen "Antiberliner". Dieser befasst sich mit dem grundlegenden Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. Zudem bewertet Mag Wompel vom LabourNet in einem Interview die Arbeitskämpfe der jüngsten Vergangenheit, vor allem auch den bei der Bahn und äußert sich zu Interventionsmöglichkeiten externer Unterstützer.

Ausserdem gibt es Artikel zu den "Grauen Wölfen", zu den Prozessen gegen italienische Gipfelgegner sowie ein Gespräch mit dem Sänger der Band Obrint Pas.

Antiberliner liegt kostenlos in Kneipen, Cafes oder linken Buchhandlungen aus, kann man aber auch hier downloaden.

Sonntag, 11. November 2007

Russische Revolution...

Mit der Russischen Revolution vom Oktober 1917 widmet sich der arte Themenabend einem historischen Ereignis, das die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts auf der ganzen Welt maßgeblich geprägt hat.

Gezeigt wird unter anderem der Film "Reds", der einen Teil des Lebens von John Reed beleuchtet. John Reed, Mitbegründer der US KP, ist hierzulande -wenn überhaupt - vielleicht noch durch das Buch "10 Tage, die die Welt erschütterten" bekannt.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Comandante Che Guevara



Heute noch im TV:

20:40-22:40, ARTE Fidel, der Che und die afrikanische Odyssee. Zweiteilige Dokumentation von Jihan El-Tahri über die Unterstützung der jungen afrikanischen Revolutionäre durch Kuba. Wh.: 05.10., 03:00, 14.10., 17:30.

22:15-22:30, BR-alpha Che Guevara – Ermordet am 9. Oktober 1967. Rückblende.

00:00-01:55, ARD Die Reise des jungen Che. Basierend auf den „Diarios de Motocicleta“ von Ernesto Guevara und „Mit Che durch Südamerika“ von Alberto Granado erzählt Walter Salles in seinem Spielfilm von der sechsmonatigen Reise der beiden Freunde durch Südamerika, die Guevaras politische Vision und sein Streben nach Gerechtigkeit entscheidend prägte.

Wer die gestrigen Sendungen bei arte verpasst hat, kann zumindest die Wiederholung von "Ernesto Che Guevara. Das bolivianische Tagebuch. Dokumentation von Richard Dindo" am 04.10. und 16.10., jeweils um 03:00 auf "arte" ansehen.

via ila

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