Revolution

Samstag, 17. März 2012

Vor 91 Jahren: Aufstand in Kronstadt

Im Februar und März 1921 revoltierten die Matrosen der Festungsstadt Kronstadt in Unterstützung einer Streikbewegung im nahegelegenen Petrograd gegen die bolschewistische Herrschaft in Russland. Der Aufstand wurde schließlich von der Roten Armee unter Federführung Trotzkis blutig niedergeschlagen. Noch heute sorgt das Thema “Kronstädter Matrosenaufstand” für hitzige Debatten und Polemiken zwischen AnarchistInnen und RätekommunistInnen auf der einen und TrotzkistInnen auf der anderen Seite. 1917 noch als eine Speerspitze der kommunistischen Revolution gefeiert und in Liedern besungen, setzten sich die Matrosen 1921 für eine dritte Revolution ein – für ein freies Rätesystem an Stelle der bolschewistischen Parteienherrschaft. Sie bezahlten diesen Affront gegenüber den BolschewistInnen mit dem Tod. Am 17. März 1921 viel Kronstadt, tausende Tote waren zu beklagen.

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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Sylvesterdemo am 31.12.2011 in Stuttgart

Dieses Jahr gibt es zwei Aufrufe zu einer revolutionären Sylversterdemo in Stuttgart. Wir zitieren mal:

"(...) Das Jahr 2011 war geprägt von vielfältigen und kämpferischen linken Mobilisierungen. Mit dem Widerstand gegen Nazis und Rassisten, gegen Kriegstreiber und -profiteure, sowie mit klassenkämpferischen Aktionen gegen die Krisenpolitik der Herrschenden und für die Überwindung des Kapitalismus, konnten Kämpfe weiterentwickelt und linke Bewegungen gestärkt werden.

Viele der Aktivitäten hatten jedoch mit einem ausufernden Problem zu kämpfen: Staatliche Repression in verschiedensten Formen. Die staatlichen Kriminalisierungsversuche gegen linken Widerstand nahmen gerade in unserer Region in den letzten Monaten immer umfassendere Ausmaße an. Die seit August andauernde Untersuchungshaft eines Stuttgarter Antifaschisten wegen antirassistischer Proteste stellt nur den Höhepunkt der Repression dar.

Die Angriffe und Provokationen von Staat und faschistischer Bewegung gegen die Bestrebungen für eine fortschrittlicher Gesellschaft können nicht unwidersprochen bleiben. Wo auch immer sie versuchen uns zu treffen, gilt es sich gemeinsam und solidarisch zu verteidigen und politisch zurückzuschlagen. Am Silvesterabend werden wir uns noch einmal in diesem Jahr die Straße nehmen und deutlich machen, dass wir uns weder einschüchtern, noch einmachen lassen. Auf die Straße gegen Klassenjustiz und für ein revolutionäres 2012! (...)"


Weiterlesen im Aufruf http://​silvesterdemo0711.​tk​ und im Interview zur Demo

"(...) Wir rufen alle auf, sich geschlossen, solidarisch und Spektren übergreifend an der diesjährigen Silvesterdemo in Stuttgart zu beteiligen. Mit diesem Aufruf zu einem libertären Block wollen wir uns nicht von anderen Gruppen und der Demo abgrenzen, sondern verstärkt in und aus unserem Spektrum heraus dazu mobilisieren, um so der Zersplitterung der Linken eine kraftvolle und kämpferische Demo gegenüber zu stellen. Faschisten, die herrschende Klasse und ihre Repressionsorgane müssen 2012 mit einem starken Bündnis aller fortschrittlichen und revolutionären Gruppen rechnen. (...)"

Weiterlesen im Aufruf "Hinein in den libertären Block!"
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Dienstag, 18. Oktober 2011

Broschüre: „Die Krise heißt Kapitalismus!“

Aus­ein­an­der­set­zung zur Rolle der G20 - Ak­teu­re, Hin­ter­grün­de und Ge­gen­be­we­gung

Im Ok­to­ber 2011 er­schien in Rah­men der Mo­bi­li­sie­rung zur über­re­gio­na­len an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen De­mons­tra­ti­on am 5.​11. in Frei­burg eine Bro­schü­re zur The­ma­tik. Auf 16 Sei­ten wird die Rolle der G20 be­leuch­tet, die Aus­wir­kun­gen die­ser Po­li­tik und die Ge­gen­be­we­gung skiz­ziert.

Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus. An­ders als es ver­sucht wird dar­zu­stel­len, ist die Krise längst nicht vor­über. In ihr ver­schär­fen sich die Wi­der­sprü­che zwi­schen Lohnar­beit und Ka­pi­tal und brin­gen so die wahre Ag­gres­si­vi­tät des Ka­pi­ta­lis­mus in sei­nem gan­zen Aus­maß ans Licht. So­zia­le Er­run­gen­schaf­ten wer­den kon­se­quent zu­rück­ge­schraubt, die
Pri­va­ti­sie­rung in vie­ler­lei Be­rei­chen schrei­tet wei­ter voran. In den so ge­nann­ten „Dritt­welt­län­dern“ geht der Ka­pi­ta­lis­mus Hand in Hand mit Hun­ger, Aus­beu­tung und Tod. Hinzu kommt eine ag­gres­si­ve Kriegs­po­li­tik der NA­TO-​Staa­ten. Krie­ge in Li­by­en, dem Irak oder in Af­gha­nis­tan wer­den nicht zum Schutz oder zur Wah­rung der Men­schen­rech­te ge­führt, son­dern ein­zig und al­lein aus Pro­fit­in­ter­es­sen.

In Zei­ten in denen die Kri­sen­haf­tig­keit des Ka­pi­ta­lis­mus stär­ker zu Tage tritt braucht die herr­schen­de Klas­se In­sti­tu­tio­nen, mit denen sie ver­sucht Kri­sen und Er­schüt­te­run­gen des glo­ba­len Mark­tes zu ver­wal­ten. Aus die­sem Grund nahm die Be­deu­tung aller Art von Gip­fel­tref­fen, bei denen sich die herr­schen­de Klas­se der In­dus­tri­e­län­der an einen Tisch setzt, um die Welt un­ter­ein­an­der auf­zu­tei­len und Aus­beu­tung zu or­ga­ni­sie­ren, in den letz­ten Jahr­zehn­ten zu. Durch die an­hal­ten­de Le­gi­ti­ma­ti­ons­kri­se der G8, wel­che als zu of­fen­sicht­lich un­de­mo­kra­tisch wahr­ge­nom­men wurde und die Not­wen­dig­keit der In­dus­tri­e­staa­ten ihre aus­beu­te­ri­sche Po­li­tik auch in Schwel­len­län­dern mit hohem Wirt­schafts­wachs­tum zu ko­or­di­nie­ren, wird die G20 das vor­ran­gi­ge In­stru­ment mit dem ver­sucht wird die Welt im Sinne des Ka­pi­tals zu struk­tu­rie­ren.

Doch auch dem Pro­test und Wi­der­stand gegen In­sti­tu­tio­nen, die Hun­ger, Krie­ge und Aus­beu­tung ver­wal­ten und or­ga­ni­sie­ren kommt in Zu­kunft wie­der eine grö­ße­re Be­deu­tung zu. Uns als Kom­mu­nis­ten und re­vou­lu­tio­nä­ren Lin­ken kann nicht daran ge­le­gen sein, an diese In­sti­tu­tio­nen zu ap­pel­lie­ren und re­for­mis­ti­sche For­de­run­gen zu stel­len. Es ist un­se­re Auf­ga­be, uns im Sinne der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät und des Klas­sen­kamp­fes ent­ge­gen­zu­stel­len. So soll diese Bro­schü­re die Fol­gen der ka­pi­ta­lis­ti­schen Glo­ba­li­sie­rung auf­zei­gen und zum Wi­der­stand da­ge­gen mo­bi­li­sie­ren.

Bro­schü­re „Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus!“ als PDF [10,5 MB]

Her­aus­ge­be­rin­nen:
Kam­pa­gne „no g20 – Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus“
Kon­takt: www.​no-g20.​tk | no-g20@​riseup.​net
Auf­la­ge: 750 Ex­em­pla­re | Selbst­kos­ten­preis
Bezug über www.​no-g20.​tk
Er­schei­nungs­da­tum: Ok­to­ber 2011

Er­stellt von:
An­ti­fa­schis­ti­sche Linke Frei­burg (ALFR)
An­ti­fa­schis­ti­sche Linke Bühl-​Achern (ALBA)
Grup­pe 76 Ras­tatt/Murg­tal

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Samstag, 20. August 2011

140 Jahre Karl Liebknecht - Trotz alledem

Nach "So lange Leben in mir ist" vom 13.08. folgt heute der 2. Teil der DEFA Biografie über das Leben Karl Liebknechts: "Trotz alledem".

"Nach mehreren Jahren kommt Karl Liebknecht am 23. Oktober 1918 aus dem Gefängnis frei. Der Erste Weltkrieg ist fast am Ende und Liebknecht weiß, dass es im Arbeitervolk gährt. Auch Friedrich Ebert ahnt, dass eine Revolution kommen wird und will die Abdankung des Kaisers durchsetzen, um die Massen zu beruhigen. Der jedoch weigert sich zunächst.

Liebknecht weiß vom Kieler Matrosenaufstand und drängt darauf, die Revolution reichsweit auszurufen, doch sind die Arbeiter in Berlin der Meinung, noch nicht für die Revolution bereit zu sein. Auch Liebknechts Redegefechte mit Ebert und Scheidemann lassen die Massen schwanken, so weigert sich Liebknecht mit den Kriegsbefürwortern nun an einer Seite zu stehen. Auch die Familie Schreiner ist gespalten: Stellt sich Vater Schreiner auf die Seite der kaiserlichen Truppen, kämpfen Milda, Käthe und Kulle Schreiner an der Seite Liebknechts. Als der Aufstand der Kieler Matrosen auf das Reich übergreift, stellt sich Liebknecht an ihre Spitze und ruft am 9. November 1918 in Berlin die „Freie Sozialistische Republik Deutschland“ aus. Die Aufständischen besetzen das Berliner Schloss, der Kaiser flieht.

Der Sieg der Revolution währt jedoch nicht lange. Mit Eberts Wissen werden Vorbereitungen für einen Angriff auf die Aufständischen vorbereitet. Am 24. Dezember, als zahlreiche Arbeiter bei ihren Familien sind, wird das Berliner Schloss vom kaiserlichen Militär eingenommen. Öffentlich wird zum Mord Liebknechts aufgerufen, der sich im Untergrund versteckt. Es kommt zur Jagd auf Kommunisten und zu öffentlichen Erschießungen. Mitte Januar 1919 verkündet die Zeitung der Spartakisten, Die Rote Fahne, die Ermordung von Liebknecht und Rosa Luxemburg. In Berlin versammelt sich ein Trauerzug, der beiden Ermordeten trotz Bedrohung durch das Militär die letzte Ehre erweist. (...)" (
Wikipedia)















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Samstag, 13. August 2011

Karl Liebknecht - So lange Leben in mir ist

Heute ist Karl Liebnkechts 140. Geburtstag. Der sehenswerte Film "Karl Liebknecht - So lange Leben in mir ist" ist eine DEFA Biografie von Günter Reisch aus dem Jahr 1965. Er befasst sich mit dem Leben Karl Liebknechts in den Jahren 1914 bis 1916. Wikipedia schreibt dazu:

"Berlin im Jahr 1914. Karl Liebknecht erhält von einem Genossen endlich die Papiere, die nachweisen, dass in Deutschland heimlich auf den Krieg hingearbeitet wird. Falsche Aussagen in französischen Zeitungen zur Waffenstärke der französischen Armee werden lanciert und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach hofiert. Gerade noch von Liebknecht scharf angegriffen, wird Krupp umgehend vom Kaiser geehrt. Wenig später, Liebknecht befindet sich gerade auf der Hochzeit der Arbeiter Käthe und Paul Schreiner, erfährt er, dass der österreichische Thronfolger in Sarajewo erschossen wurde. Er ahnt, dass Deutschland die Chance nutzen wird, um einen Krieg zu beginnen. Die nötigen Mittel müssen jedoch noch bewilligt werden. Bei einer ersten Plenarsitzung stimmt Liebknecht aufgrund des Fraktionszwangs noch für die Bewilligung der Mittel. Bei der späteren Reichstagssitzung ist er der einzige, der dagegen stimmt. Fortan gilt er als „Undeutscher“ und Vaterlandsverräter. Er wird als Schipper an die Front beordert, wo er 1915 sein Manifest Der Hauptfeind steht im eigenen Land! niederschreibt, das durch seinen Frontkameraden Waldemar Lehmann zu Käthe Schreiner gelangt, die es öffentlich macht. Paul Schreiner wurde eingezogen und ist im Krieg gefallen, sodass Käthe ihr neugeborenes Kind nun allein großziehen muss.

Auf Fronturlaub zurück in der Heimat trifft Liebknecht 1916 mit der aus der Haft entlassenen Rosa Luxemburg zusammen. Beide planen, sich von der SPD loszusagen. Sie gründen den Spartakusbund. In Jena leitet Liebknecht illegal eine Gruppe Jugendlicher zur Vorbereitung der Großdemonstration am 1. Mai an. Diese findet in Berlin statt. Arbeiter aus ganz Deutschland versammeln sich in der Großstadt und obwohl Liebknecht weiß, dass er, wenn er auf der Demonstration als Redner auftritt, verhaftet wird, spricht er zur Menge. Er wird abgeführt. Auch vor Gericht – die Verhandlung findet nach kurzer Zeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – bleibt Liebknecht seiner Haltung treu. Während draußen die Massen für Liebknecht demonstrieren, wird er abgeführt. (...)"
















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Samstag, 21. Mai 2011

Livestream zu den Protesten in Spanien - direkt vom La Puerta del Sol

Direkt vom La Puerta del Sol gibt es einen Livestream zu der heutigigen Großdemo.








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Freitag, 8. April 2011

Heraus zum 1.Mai 2011!

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Sonntag, 28. November 2010

Rebellische Sounds einer Pariser Vorstadt

Die Dokumentation von Jean-Pierre Thorn befasst sich mit einem halben Jahrhundert musikalischer Rebellion, in dem Rock 'n' Roll, Punk, Hip-Hop und Slam zu Waffen der Jugend in den französischen Vorstädten wurden. Zutiefst in ihrer Identität verunsichert, sind diese Jugendlichen die Opfer von gesellschaftlichen Umwälzungen, politischen Enttäuschungen und stigmatisierenden Angriffen der französischen Politik, die sie sogar als "Gesindel" bezeichnete.
Nach und nach fügten sich diese Bewegungen zu einer Gegenkultur, die - jenseits der in Auflösung begriffenen traditionellen Werte der "roten Vorstädte" - völlig neue Codes erfand: Wörter und Klänge, eine andere Art, sich zu bewegen und den Alltag bunter zu gestalten, neue Formen des Schreibens und Denkens. Einer Jugend, die sich selbst als ausgegrenzt empfindet, bietet die Musik Halt und die Möglichkeit, einen Platz in ihrem Lebensumfeld zu finden.
Entgegen allen Klischees erweisen sich die Vorstädte dank ihrer vielfältigen Einflüsse als unglaublich kreative Orte. Das Departement "93" (Seine-Saint-Denis) im Nordosten von Paris hat den Ruf, in Sachen Musik ganz besonders kreativ zu sein. Dem konnten auch die Attacken der Machtelite nichts anhaben, die seit den 60er Jahren zu beobachten sind.
Besonderen Wert legt die Dokumentation auf die Begegnungen mit den Musikern und DJs. Viele haben die Kunst ihrer Zeit revolutioniert. Deutlich wird dabei auch, dass diese aus den Ghettos der französischen Vorstädte stammenden Künstler - ohne es zu wissen - in der Jazztradition der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre stehen.
Zu Wort kommen in der Sendung so unterschiedliche Musiker wie der Schlagzeuger Daniel Baudon von den "Sixties Memory", der Akkordeonist Marc Perrone, der Gitarrist Loran der Punkband "Bérurier Noir", die Rapper Dee Nasty und Lionel D, ebenso wie die Jungs von NTM und die Rapperin Casey, der Poetry-Slammer Grand Corps Malade, Yo sowie der Hip-Hopper D' de Kabal.

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Montag, 22. November 2010

Wie einfallslos: "Spiegel" bespricht "Der kommende Aufstand" ("L‘insurrection qui vient")

Das ist alles, was dem "SPIEGEL" zu "L‘insurrection qui vient" einfällt:

"Eine linke Theorieschrift erfährt derzeit eine ungewöhnlich große Aufmerksamkeit: Das Buch "Der kommende Aufstand" wurde von anonymen Autoren aus Frankreich verfasst, die sich "Unsichtbares Komitee" nennen. Dort ist das Buch mehr als 25 000-mal verkauft worden, es zirkuliert in mehreren Sprachen im Internet, die deutsche Print-Ausgabe erschien im August in der Edition Nautilus und war nach wenigen Wochen vergriffen. Ein US-Fernsehkommentator nannte es "möglicherweise das Böseste", was er je gelesen habe. Bekannt wurde die Schrift im November 2008, als französische Behörden mehrere Bewohner einer Kommune in dem Dorf Tarnac festnahmen, die beschuldigt wurden, einen Anschlag auf eine Eisenbahnstrecke begangen zu haben, um einen Castor-Transport zu verhindern. Einer von ihnen, der 36-jährigen Julien Coupat, war in Verdacht geraten, Mitautor dieses "Handbuchs des Terrorismus" zu sein. Tatsächlich ruft "Der kommende Aufstand" zu Sabotage, Subversion und auch zu Gewalt auf. In einem glühenden Untergangsszenario wird der postmoderne Kapitalismus beschrieben, in dem der Mensch nurmehr als ein ortloses, beziehungsarmes und maximal entfremdetes Wesen vorkommt. Anders als die Schriften des ultralinken Establishments verzichtet der Text auf theorieschwere Technokratenprosa. Manches klingt, als hätte es der Entfremdungsdichter Michel Houellebecq geschrieben. In ihren Anleitungen zum Aufstand empfehlen die Autoren die Gründung von Kommunen, die aus der Unsichtbarkeit heraus agieren und den Staat durch eine umfassende Unterwanderung zu Fall bringen sollen, ohne allerdings die frontale Konfrontation zu suchen. Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland seien Symptome des Zusammenbruchs der Demokratien. Dieser Text fällt in eine Zeit, in der auch hierzulande fast jede Nacht Autos brennen, in der Bürger gegen Regierungsentscheidungen demonstrieren. "Der kommende Aufstand" gilt als eine Art Manifest des militanten Aussteigertums und als Abkehr von bisherigen Proteststrategien. Es ist auch der radikalste und problematischste Ausdruck eines neuen gesellschaftlichen Unbehagens. DER SPIEGEL druckt Auszüge."

Interessierte lesen lieber die Besprechung von Fritz Güde bei trueten.de oder die Kritik der Gruppe Grundrisse oder auch die der WOZ
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Dienstag, 16. November 2010

Antifa Info Abend: "Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 - 1923"

Diesmal geht es um "Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 - 1923". Mit Bernd Langer, Autor des gleichnamigen Buches.

"Was ist Antifaschismus, woher kamen entscheidende Anstöße für die linke Bewegung? Um diesen Fragen näher zu kommen, geht das Buch "Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918-1923" auf die politische und gesellschaftliche Zäsur ein, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verbunden ist. Fern ideologisierender Darstellung wird die Entwicklung des Widerstandes gegen den Krieg beschrieben, der sich durch die wirtschaftliche Notlage zu sozialem Massenprotest steigert. So kann die Befehlsverweigerung von Matrosen der Hochseeflotte zum spontanen Anstoß für eine Revolution werden. Geschichtsinterpretationen im Dienste von Systemen und Parteien sehen in den Ereignissen logische Wegbereiter für spätere Erscheinungen. Postum wird Legendenbildung betrieben oder gar der Beginn des Hitlerregimes in diese Zeit vorverlegt. Doch es gilt zu verstehen, dass die Menschen ihr Schicksal selbst gestalten, nichts ist im Voraus festgelegt und unausweichlich." Via redblog, wo es den Vortrag auch zum Anhören gibt.

Fr. 18.11.10 | UJZ Korn (Kornstr. 28-30, 30167 Hannover) | 20 Uhr

Eine Veranstaltung der Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]. Mehr Infos unter www.antifa-hannover.de
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