Vor 91 Jahren: Aufstand in Kronstadt
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Im Oktober 2011 erschien in Rahmen der Mobilisierung zur überregionalen antikapitalistischen Demonstration am 5.11. in Freiburg eine Broschüre zur Thematik. Auf 16 Seiten wird die Rolle der G20 beleuchtet, die Auswirkungen dieser Politik und die Gegenbewegung skizziert.
Die Krise heißt Kapitalismus. Anders als es versucht wird darzustellen, ist die Krise längst nicht vorüber. In ihr verschärfen sich die Widersprüche zwischen Lohnarbeit und Kapital und bringen so die wahre Aggressivität des Kapitalismus in seinem ganzen Ausmaß ans Licht. Soziale Errungenschaften werden konsequent zurückgeschraubt, die
Privatisierung in vielerlei Bereichen schreitet weiter voran. In den so genannten „Drittweltländern“ geht der Kapitalismus Hand in Hand mit Hunger, Ausbeutung und Tod. Hinzu kommt eine aggressive Kriegspolitik der NATO-Staaten. Kriege in Libyen, dem Irak oder in Afghanistan werden nicht zum Schutz oder zur Wahrung der Menschenrechte geführt, sondern einzig und allein aus Profitinteressen.
In Zeiten in denen die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus stärker zu Tage tritt braucht die herrschende Klasse Institutionen, mit denen sie versucht Krisen und Erschütterungen des globalen Marktes zu verwalten. Aus diesem Grund nahm die Bedeutung aller Art von Gipfeltreffen, bei denen sich die herrschende Klasse der Industrieländer an einen Tisch setzt, um die Welt untereinander aufzuteilen und Ausbeutung zu organisieren, in den letzten Jahrzehnten zu. Durch die anhaltende Legitimationskrise der G8, welche als zu offensichtlich undemokratisch wahrgenommen wurde und die Notwendigkeit der Industriestaaten ihre ausbeuterische Politik auch in Schwellenländern mit hohem Wirtschaftswachstum zu koordinieren, wird die G20 das vorrangige Instrument mit dem versucht wird die Welt im Sinne des Kapitals zu strukturieren.
Doch auch dem Protest und Widerstand gegen Institutionen, die Hunger, Kriege und Ausbeutung verwalten und organisieren kommt in Zukunft wieder eine größere Bedeutung zu. Uns als Kommunisten und revoulutionären Linken kann nicht daran gelegen sein, an diese Institutionen zu appellieren und reformistische Forderungen zu stellen. Es ist unsere Aufgabe, uns im Sinne der internationalen Solidarität und des Klassenkampfes entgegenzustellen. So soll diese Broschüre die Folgen der kapitalistischen Globalisierung aufzeigen und zum Widerstand dagegen mobilisieren.
Broschüre „Die Krise heißt Kapitalismus!“ als PDF [10,5 MB]
Herausgeberinnen:
Kampagne „no g20 – Die Krise heißt Kapitalismus“
Kontakt: www.no-g20.tk | no-g20@riseup.net
Auflage: 750 Exemplare | Selbstkostenpreis
Bezug über www.no-g20.tk
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Erstellt von:
Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR)
Antifaschistische Linke Bühl-Achern (ALBA)
Gruppe 76 Rastatt/Murgtal
"Eine linke Theorieschrift erfährt derzeit eine ungewöhnlich große Aufmerksamkeit: Das Buch "Der kommende Aufstand" wurde von anonymen Autoren aus Frankreich verfasst, die sich "Unsichtbares Komitee" nennen. Dort ist das Buch mehr als 25 000-mal verkauft worden, es zirkuliert in mehreren Sprachen im Internet, die deutsche Print-Ausgabe erschien im August in der Edition Nautilus und war nach wenigen Wochen vergriffen. Ein US-Fernsehkommentator nannte es "möglicherweise das Böseste", was er je gelesen habe. Bekannt wurde die Schrift im November 2008, als französische Behörden mehrere Bewohner einer Kommune in dem Dorf Tarnac festnahmen, die beschuldigt wurden, einen Anschlag auf eine Eisenbahnstrecke begangen zu haben, um einen Castor-Transport zu verhindern. Einer von ihnen, der 36-jährigen Julien Coupat, war in Verdacht geraten, Mitautor dieses "Handbuchs des Terrorismus" zu sein. Tatsächlich ruft "Der kommende Aufstand" zu Sabotage, Subversion und auch zu Gewalt auf. In einem glühenden Untergangsszenario wird der postmoderne Kapitalismus beschrieben, in dem der Mensch nurmehr als ein ortloses, beziehungsarmes und maximal entfremdetes Wesen vorkommt. Anders als die Schriften des ultralinken Establishments verzichtet der Text auf theorieschwere Technokratenprosa. Manches klingt, als hätte es der Entfremdungsdichter Michel Houellebecq geschrieben. In ihren Anleitungen zum Aufstand empfehlen die Autoren die Gründung von Kommunen, die aus der Unsichtbarkeit heraus agieren und den Staat durch eine umfassende Unterwanderung zu Fall bringen sollen, ohne allerdings die frontale Konfrontation zu suchen. Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland seien Symptome des Zusammenbruchs der Demokratien. Dieser Text fällt in eine Zeit, in der auch hierzulande fast jede Nacht Autos brennen, in der Bürger gegen Regierungsentscheidungen demonstrieren. "Der kommende Aufstand" gilt als eine Art Manifest des militanten Aussteigertums und als Abkehr von bisherigen Proteststrategien. Es ist auch der radikalste und problematischste Ausdruck eines neuen gesellschaftlichen Unbehagens. DER SPIEGEL druckt Auszüge."
Diesmal geht es um "Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 - 1923". Mit Bernd Langer, Autor des gleichnamigen Buches.